Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Pro: Ein kleiner Schritt zu mehr Sicherheit

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Jean-François Steiert

Die Waffeninitiative wird die Schweiz nicht verändern – aber sie ist ein kleiner Schritt, der uns unnötige Todesfälle ersparen kann und Amokläufern wie Selbstmördern die Sache etwas schwieriger macht. Mit einem Ja können wir Fälle vermeiden wie bei Lausanne, wo vor kurzem ein ansonsten unauffälliger Schüler mit der geladenen Waffe seines Vaters in seinem Gymnasium auftauchte und nur dank Zufall im letzten Moment entwaffnet werden konnte.

Die Risiken reduzieren

In der Schweiz lagern derzeit über zwei Millionen Schusswaffen, wovon gut drei Viertel Militärwaffen sind, in Schlafzimmerschränken, Keller- und Estrichabteilen. In unserem Land stirbt aber auch durchschnittlich ein Mensch am Tag durch eine Schusswaffe. Diese sind in der Schweiz das häufigste Tötungsinstrument – und auch im internationalen Vergleich weisen wir eine hohe Anzahl Suizidtote und Familienmorde durch Schusswaffen auf. Die Gleichung ist einfach: Je mehr Schusswaffen vorhanden sind, desto mehr Tote durch Schusswaffen gibt es.

Umgekehrt wird mit der Anzahl Schusswaffen auch die Anzahl Tötungen und Selbsttötungen reduziert. Natürlich kann man auch mit anderen Mitteln als mit Schusswaffen töten, doch ist die Hemmschwelle beim Springen von einer Brücke oder beim Töten mit einem Messer deutlich höher. Wer keine Schusswaffe in Griffnähe hat, weicht deshalb oft nicht auf ein anderes Mittel aus, sondern überlegt es sich nochmal. Hier liegt ein wichtiger Ansatz der Initiative.

Wir können den Missbrauch von Schusswaffen nie ganz ausschliessen, aber wir können die Risiken massiv reduzieren. Für Amokläufer und Selbstmörder ist der Griff zur Schusswaffe im Haus heute zu einfach. Zudem «verlieren» Soldaten jährlich 115 Ordonnanzwaffen; Gewehre werden im Zug vergessen, von Einbrechern erbeutet oder kommen sonst abhanden. Das ist fahrlässig und birgt unnötige Gefahren! Deshalb sollen Militärwaffen nicht mehr zuhause im Kleiderschrank, sondern sicher im Zeughaus aufbewahrt werden.

Mit der Zusammenlegung der heute kantonalen Waffenregister erhält die Polizei einen schnellen Zugriff auf alle Daten über Waffen und ihre Besitzer, was ihre Arbeit erheblich erleichtert und für mehr Effizienz im Kampf gegen Verbrechen sorgt. England hat 2008 ein solches zentrales Waffenregister eingeführt und konnte seither deutlich mehr Verbrechen aufklären.

Auch das Verbot besonders gefährlicher Waffentypen wie Serienfeuerwaffen und Vorderschaftrepetierflinten (Pump Action) trägt zur Sicherheit bei, ohne dabei an einem wesentlichen Menschenrecht zu rütteln …

Die Initiative löst selbstverständlich nicht alle Probleme und wird auch den illegalen Waffenbesitz nicht vollständig vermeiden können. Sie bringt aber mehr Sicherheit, ohne dabei die verantwortungsvollen Schützen unnötig zu belästigen – und trotz gegenteiliger Behauptungen einiger Gegner auch ohne Schwächung der Armee. Deshalb setzen sich auch hohe Offiziere und Polizeikommandanten für die Initiative ein.

Mehr zum Thema