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Pro Familia Freiburg lebt wieder

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«Die Kantonsverfassung schreibt vor, dass der Staat Familienpolitik betreibt. Ohne Impulse von aussen passiert das aber nicht.» Das sagte SP-Nationalrätin Valérie Piller Carrard am Mittwochabend in einem Saal eines Freiburger Restaurants. Rund ein Dutzend Leute hatten sich zusammengefunden, um den Verein Pro Familia Freiburg zu rekonstituieren. Der Verein war 1995 gegründet worden, in den letzten Jahren aber nicht mehr aktiv gewesen. Für die Neugründung erhält Pro Familia Freiburg als einmaligen Beitrag 10 000 Franken von der Gesundheitsdirektion.

Lobbying für Familien

Valérie Piller Carrard ist seit drei Jahren Vizepräsidentin von Pro Familia Schweiz. «Als ich dieses Amt angetreten habe, merkte ich, dass die Freiburger Sektion nicht mehr aktiv ist.» Zudem sei ihr bei der Abstimmung zum Familienartikel, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Verfassung festschreiben wollte, sowie der Abstimmung zur Familieninitiative der CVP bewusst geworden, dass in Freiburg niemand Lobbying für die Familien betreibe. «Das muss sich ändern.»

Politischer Vorstand

Am Mittwochabend haben die Anwesenden nun neue Statuten verabschiedet und einen provisorischen Vorstand gewählt, der mindestens zwei Jahre im Amt sein soll. Valérie Piller Carrard ist Präsidentin, CVP-Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach ist Vizepräsidentin. Weitere Mitglieder sind SP-Grossrätin Andrea Burgener, die Grossräte Jean-Pierre Doutaz (CVP), Pierre-André Page (SVP), Jean-Daniel Wicht (FDP) sowie Geneviève Beaud Spang, Verantwortliche des kantonalen Büros für Gleichstellung und Familienfragen. Als Kassiererin amtet Michelle Chassot, sie tat dies bereits für den früheren Verein.

 Grosse Herausforderungen

Ziel von Pro Familia Freiburg ist, ein Dachverband für sämtliche Familienvereinigungen des Kantons zu werden. Auch Gemeinden sollen Mitglied sein. Der Verein will die Familienpolitik im Kanton beobachten und bei Vernehmlassungen Stellung nehmen. Er will einen Platz bieten, wo sich die Akteure austauschen können. Ein erster Schritt ist nun der Aufbau einer Homepage, die Informationen zu Familienfragen bereithält.

Druck ausüben

Lucrezia Meier-Schatz, CVP-Nationalrätin aus St. Gallen und Direktorin von Pro Familia Schweiz, wies zum Abschluss der Versammlung auf die Herausforderungen für den Verein hin: Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei die grösste Aufgabe. So sollen Betriebe dazu animiert werden, flexible Arbeitsmodelle anzubieten, so dass auch Männer Teilzeit arbeiten können. Die Einrichtung von Kindertagesstätten und ausserschulischen Betreuungsangeboten sei zu fördern, genau so wie Betreuungsangebote für ältere Menschen. Viele Frauen würden aufhören zu arbeiten, um ihre Angehörigen zu pflegen. «Es ist wichtig, dass wir einen gewissen Druck auf die Kantone ausüben», sagte Meier-Schatz.

«Die Kantonsverfassung schreibt vor, dass der Staat Familienpolitik betreibt.»

Valérie Piller Carrard

Präsidentin Pro Familia Freiburg

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