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Pro Freiburg wehrt sich gegen den Abriss zweier Gebäude im Perolles-Quartier

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300 neue Wohnungen sollen bis 2018 im Sektor Gachoud im Freiburger Perollesquartier entstehen. Die Besitzer stellten ihr 110-Millionen-Franken-Bauprojekt, das auf einem 40 000 Quadratmeter grossen Gelände zwischen Perollesstrasse, Jacques-Gachoud-Strasse, Industriestrasse und Wilhelm-Kaiser-Strasse entstehen soll, im Februar vor (die FN berichteten).

Gegen den Detailbebauungsplan, der bis vor wenigen Tagen öffentlich auflag, gingen acht Einsprachen ein. Wie Antoine Baertschi vom Architekturdienst der Stadt Freiburg sagte, stammen sieben dieser Einsprachen von Privaten. Die achte stammt von einem Verein. Bei diesem handelt es sich um Pro Freiburg, wie die Sekretärin des Vereins Sylvie Genoud auf Anfrage bestätigte. «Wir wehren uns insbesondere gegen den Abriss zweier Gebäude», sagt Genoud. Eines der Häuser steht an der Industriestrasse 8, stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts und beherbergte in seiner langen Geschichte verschiedene Handwerker, eine Metzgerei und heute ein Kunstrestaurator-Atelier. «Es zeugt von der gewerblichen Tradition im Quartier», sagt Genoud. Zudem sei seine Position speziell. Es bilde eine Verbindung zu anderen Industriegebäuden aus der Zeit. «Am oberen Ende der Strasse wurden Arbeiterhäuser renoviert und es sind darin Wohnungen entstanden, das gefällt uns», sagt Genoud. Das Gebäude, wie auch das zweite gefährdete Haus an der Wilhelm-Kaiser-Strasse 3 aus den 1930er-Jahren, soll ins Projekt integriert werden. «Die Gebäude wären für den neuen Quartierteil interessant», sagt Genoud. Gegen die Wohnungen an und für sich habe der Verein nichts.

Im Februar hatte der Architekt Adrian Kramp vom Freiburger Architekturbüro Boegli Kramp Architekten erklärt, dass das Haus an der Industriestrasse abgerissen werden müsse, weil das neue Gebäude sonst nicht an die bestehende Häuserzeile anschliessen würde. So würde die Comptoir-Gasse verlängert, was städtebaulich fragwürdig wäre.

Verzögerung möglich

Ursprünglich war der Baubeginn auf Ende 2015 geplant, durch die Einsprachen verzögert er sich möglicherweise. Wie es mit dem Projekt weitergeht und was die privaten Einsprecher bemängeln, konnte Antoine Baertschi nicht sagen: Der verantwortliche Gemeinderat, der Stadtarchitekt sowie der zuständige Rechtsdienst weilen derzeit in den Ferien.

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