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Pro Patria will Dornröschen aufwecken

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Autor: Marc Kipfer

Rund zehn Millionen Franken sind vonnöten, damit das gigantische Panoramabild der Schlacht bei Murten dereinst im Historischen Museum Bern ausgestellt werden kann. Eigens für das rund 100 Meter lange Rundgemälde soll beim Berner Museum ein Annex entstehen (die FN berichteten). Spätestens im Jahr 2020 werde dieser eröffnet, sagte Christoph Stalder, Präsident des Historischen Museums Bern, am Donnerstag in Murten.

Die Stiftung Pro Patria hatte ins Rathaus geladen, um die vier kleinen Objekte vorzustellen, mit deren Hilfe sie eine Anschubfinanzierung für das Berner Panorama-Projekt leisten will: Vier Briefmarken mit Murtenschlacht-Sujets, die zum diesjährigen Jubiläum (es ist die 100. Pro-Patria-Sammlung) im Inland unter das Volk und auch im Ausland unter Philatelisten gebracht werden.

Millionenerlös in Aussicht

Nebst einigen Verkaufsstellen werden die Pro-Patria-Briefmarken traditionell von Schulklassen und weiteren Freiwilligen verkauft. Obwohl der Aufpreis pro Marke nur 40 respektive 50 Rappen beträgt, rechnet Generalsekretär Roman G. Schönauer mit einem Gesamterlös von 1,5 Millionen Franken; 750 000 Franken aus der Sammlung 2009 befinden sich bereits im zweckgebundenen Fonds. In Anspielung darauf, dass das Rundgemälde seit der Expo.02 nicht mehr öffentlich zu sehen ist, sagte Schönauer, Pro Patria wolle dieses Kulturgut aus seinem Dornröschenschlaf erwecken.

Für Christiane Feldmann, Präsidentin der Panoramastiftung, ist die Jubiläumsaktion der Pro Patria «ein Geschenk zum richtigen Zeitpunkt». Sie unterstützt das Projekt in Bern, obwohl es in Murten Bestrebungen gibt, das Panorama am Ort der Schlacht zu behalten. Auch Schönauer will am Standort Bern festhalten.

Murtner Projekt lebt noch

Trotz dieser klaren Ansagen hoffen in Murten nicht wenige, dass das Panorama doch noch am Ort der Schlacht bleibt. Das Projekt «Panoramapark», im letzten Oktober vom Verein Standortentwicklung Murtenseeregion (SEM) vorgestellt, liegt bei Vereinspräsident Andreas Fink nach wie vor zuoberst auf dem Tisch. «Wir sind alles andere als geknickt», sagte Fink am Donnerstag gegenüber den FN. Zwar verweise Pro Patria bei ihrer Sammelaktion oft auf den Standort Bern. «Vielleicht kommt man aber später doch zum Schluss, dass Murten der bessere Ort wäre, oder vielleicht ein dritter Ort, von dem heute noch niemand spricht», so Fink. Persönlich glaube er nach wie vor an das grosse Potenzial eines Panoramaparks in Murten.

Fink wartet jetzt auf klärende Antworten von Stiftungspräsidentin Christiane Feldmann: Bei ihr hat er vor einigen Wochen nachgefragt, was an dem Businessplan für den Panoramapark nicht in Ordnung sei (die FN berichteten). «Es heisst, das Projekt sei auf den ersten Blick bestechend, aber …», so Fink. Er wolle nun vom Stiftungsrat wissen, was dieses «aber» bedeute.

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