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Projekt beschäftigt weiter

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Projekt beschäftigt weiter

Galmiz: Landschaftsschutz und CSP Freiburg stellen Forderungen

Obwohl es keine Einsprachen gegen die Umzonung im Grossen Moos gab, bleibt der Widerstand gegen das Vorhaben bestehen. Die Umweltschützer sinnen nach neuen Wegen, um die Ansiedlung einer Chemiefabrik zu verhindern. Währenddessen stellt die CSP des Kantons Freiburg Fragen zur sozialen Verantwortung.

Die Einzonung in Galmiz ist noch nicht über die Bühne. Die Stiftung Landschaftsschutz (SL), die am Montag noch offiziell den Verzicht auf die Einsprache bekannt gab (siehe FN vom Dienstag), kündigt stattdessen jetzt die nächste Massnahme an, um das Projekt zu verhindern.

Vollumfängliche Kompensation
innerhalb von zwei Wochen

In einer Mitteilung vom Dienstag schreibt die SL, dass sie eine aufsichtsrechtliche Beschwerde an den Bundesrat ins Auge fasse, sollten mit der Einzonung die Auflagen des Bundesamtes für Raumentwicklung verletzt werden. Gemäss SL wäre dies der Fall, wenn der Staatsrat bis zum 23. Dezember dieses Jahres – dem Zeitpunkt der Einzonung – keine Kompensation für das Land im Grossen Moos vornehmen könnte. Nach Auffassung der Stiftung müsste die Freiburger Regierung also innert zwei Wochen 55 Hektaren Bauland irgendwo im Kanton Freiburg in Agrarland zurückzonen.

An der ersten Besprechung mit der Stiftung habe Staatsrat Vonlanthen bereits dargelegt, dass eine solche Kompensation innert derart kurzer Frist nicht möglich sei, schreibt die SL weiter. Sie geht ebenfalls davon aus, dass dies nicht machbar ist. Somit sei das Projekt dann aber nicht bundesrechtskonform, weshalb auf die Einzonung verzichtet werden müsse, kommt die SL zum Schluss.

Und die soziale Verantwortung?

Nach der Grünen Partei des Kantons Freiburg äussert sich nun auch die Christlich-soziale Partei (CSP) zum Projekt in Galmiz. In einer Medienmitteilung schreibt sie, dass die «wirtschaftliche und ökologische Evaluation nicht genügt».

Die vielen Arbeitsplätze sowie die Investitionen in Millionenhöhe «seien eine Verheissung für einen Kanton, für ein Land, das seine Wirtschaft wieder ankurbeln will. Dass der Kanton Freiburg als Standortkanton ins Visier genommen wurde, darf als grosser Erfolg unserer Wirtschaftsförderung bezeichnet werden», so die CSP. Nebst den wirtschaftlichen und ökologischen Punkten dürfe aber auch der Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit nicht ausgeklammert werden.

Die Sozialpartner
einbeziehen

«Wie steht es um die soziale Verantwortung von , so der Codename der Firma?», fragt die CSP. Weiter will die CSP wissen, ob sich das Unternehmen zur Sozialpartnerschaft, wie sie in der Schweiz gelebt werde, bekenne und sich nicht wie andere über die Kultur des sozialen Dialogs in Europa hinwegsetze. «Was werden uns die versprochenen Arbeitsplätze in Galmiz nützen, wenn sich herausstellen sollte, dass der erwartete Multi seine gesellschaftlichen Aufgaben nicht zu tragen bereit ist?», so die CSP.

Weiter erwartet die Partei, dass die Entscheidungsträger im Projekt Redwood, konkret vom Freiburger Staatsrat, auch die Frage der sozialen Verantwortung des US-Unternehmens eingehend prüfen. Zudem fordern sie, dass die Sozialpartner im Kanton dazu miteinbezogen werden. hi/ca
Aktionskomitee
gegen «Galmiz»

Während sich die direkt betroffenen Anwohner eher positiv zur geplanten Ansiedlung äussern, werden andere Stimmen laut, die sich vehement gegen das Projekt wenden (siehe auch Leserbriefe).

Hans Weiss, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung für Landschaftsschutz, koordiniert ein Aktionskomitee gegen das Projekt einer Pharmafabrik in Galmiz. In einem Interview in der gestrigen Ausgabe des Tages-Anzeigers warnt Weiss vor einer Zersiedelung der Landschaft und der «verheerenden Präjudizwirkung». Seit Tagen erhalte er Mails, Briefe und Telefonanrufe von konsternierten und empörten Leuten. Es entstehe eine Bürgerbewegung gegen den Standort Galmiz. ca

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