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Projekt für kantonsübergreifende Schulen in Broye-Region

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Autor: Marc Kipfer

Die Broye-Region ist ein geografischer Sonderfall. Alle paar Dörfer wechselt der Kanton – mal ist man in Freiburg, ein paar Häuser weiter schon wieder in der Waadt. Die besondere Geografie verlangt besondere Strukturen. Im Schulwesen haben sich solche bereits bewährt: Das interkantonale Gymnasium der Broye in Payerne besuchen seit 2005 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus beiden Kantonen.

Vom Kindergarten bis zur Sekundarschule sieht dies bisher noch anders aus. Manche Schüler müssen täglich mehrere Dutzend Kilometer zurücklegen, um ihr Schulhaus im selben Kanton zu erreichen. Ausgehend von der Initiative einiger Waadtländer Gemeinden beschäftigt sich derzeit eine Arbeitsgruppe mit der Frage, wie sich auch die obligatorische Schule kantonsübergreifend organisieren liesse. Die Arbeitsgruppe wird co-präsidiert von Christophe Chardonnens, Oberamtmann des Freiburger Broyebezirks, und André Cornamusaz, Oberamtmann des Waadtländer Bezirks Broye-Vully. Chardonnens präsentierte am Mittwoch an einem Informationsabend im Gymnasium Payerne den Zwischenbericht.

Kein aufgedrängtes System

Gemäss dem ersten Entwurf der Arbeitsgruppe könnten zum Beispiel die Freiburger Gemeinden Cheiry, Surpierre, Villeneuve und Prévondavaux dem Schulkreis Granges-près-Marnand angeschlossen werden, die Waadtländer Gemeinden Champtauroz und Treytorrens im Gegenzug dem freiburgischen Schulkreis Murist-Vuissens.

Mehrmals betonte Chardonnens, dass die überkantonalen Schulkreise der Broye-Region keinesfalls aufgezwungen würden. Diese würden nur realisiert, wenn die Bevölkerung zum Schluss komme, dass sich die Situation der Schüler dadurch verbessern liesse. Chardonnens stellte das «Wohl der Kinder» in den Vordergrund und meinte damit vor allem kürzere Transportwege. Rund 670 Schülerinnen und Schüler wären von den neuen Schulkreisen betroffen. Deren Einführung wäre frühestens 2011 möglich.

Von Freiburg profitieren

Energische Stimmen von anwesenden Eltern zeigten indes, dass mit dem «Wohl der Kinder» auch etwas anderes gemeint sein kann. Vor allem Eltern aus dem Freiburger Broyebezirk sträuben sich dagegen, ihre Kinder in der Waadt einschulen zu lassen. In der aktuellen Pisa-Studie hatte der Kanton Freiburg deutlich vor dem Waadtland abgeschnitten.

Der Freiburger Grossrat Jean-François Steiert bestätigte diesen Eindruck am Info-Abend: «Die Waadtländer Eltern in meinem Bekanntenkreis würden sich eher darüber freuen, vom Freiburger Schulsystem zu profitieren.» Es sei noch nicht klar, nach welchem Schulsystem die neuen Schulkreise funktionieren würden. «Theoretisch ist es möglich, alle ins Freiburger Schulsystem aufzunehmen», versicherte er.

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