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Pures Leben aus dem Untergrund

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Glas Wasser gefällig? Nichts leichter als das. Wir drehen einmal den Wasserhahn auf und schon fliesst es mit einer Geschwindigkeit von sechs Litern pro Minute aus der Leitung. Bis in die Haushalte der meisten der 25 Gemeinden des Seebezirks ist der Weg jedoch lang und beschwerlich. Oft beginnt er tief unter der Erdoberfläche.

Im Gegensatz zum Grundwasser, das ohne menschliches Zutun aus einer Quelle zutage sprudelt, muss Wasser, das sich in den Hohlräumen des Untergrundes gesammelt hat, erst an die Oberfläche gepumpt und in Filterbrunnen gefasst werden, bevor es durch ein Leitungsnetz in die Haushalte geht. Insgesamt verfügt der Seebezirk über 110 grössere Fassungen–Filterbrunnen und Quellen–die zusammen pro Minute rund 12 000 Liter Grundwasser liefern. Etwa 80 Prozent des Trink- und Brauchwasserbedarfs werden damit gedeckt, den Rest liefert der Murtensee.

«Die Förderung des Seewassers ist aber relativ aufwendig, weil das Wasser mehrfach aufbereitet werden muss», sagt Raphaël Kropf vom Amt für Umwelt in Freiburg.

Segensreicher Winterregen

Nicht jeder Tropfen, der vom Himmel fällt, versickert im Boden. Die Statistik zeigt: Von hundert sind es rund dreissig. Sicher ist: Im Winter sind es mehr als im Sommer. Je höher das Quecksilber im Thermometer steigt, desto mehr Wasser verdunstet an den Blättern der Bäume und die Pflanzen beanspruchen viel von der Flüssigkeit für sich, damit sie wachsen.

Beim Versickern sucht sich das Wasser seinen Weg durch die Klüfte in Kalk und Sandstein oder durch lockeres Gestein wie in den Regionen Cressier und Jeuss. Während es versickert, reinigt der Boden das Wasser von Schadstoffen und gibt ihm seinen ganz besonderen Charakter. «Wenn das Wasser durch kalkhaltiges Gestein fliesst, reichert es sich mit Magnesium und Kalzium an und wird härter», erklärt der Hydrogeologe Raphaël Kropf.

Ein hoher Härtegrad im Wasser spricht aber nicht für eine schlechte Trinkwasserqualität. «Nur auf die Haushaltsgeräte wirkt er sich negativ aus. Sie verkalken schneller», so Kropf.

Lebenswichtige Ressource

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Deshalb sind Schutzmassnahmen besonders wichtig (siehe Kasten). «Zum Glück ist die Filterleistung des Humus hervorragend, weshalb grundsätzlich wenig Pflanzenschutzmittel im Grundwasser nachgewiesen werden», sagt Kropf. Das Nitrat aus der Gülle hingegen oder synthetischer Dünger könne im Boden nur schlecht abgebaut werden. «Nitrat, welches nicht von der Pflanze aufgenommen wird, versickert weiter, bis es ins Grundwasser gelangt.»

Auch wenn der Seebezirk nicht als Wasserschloss des Kantons gilt, steht ausreichend Grundwasser zur Verfügung. «Er könnte damit rund 50 000 Personen, also beinahe doppelt so viele Menschen, wie er Einwohner hat, versorgen», so der Hydrogeologe. Die Herausforderung liege deshalb in der Wahrung der Qualität – denn auch in Zukunft soll im Seebezirk frisches und sauberes Wasser aus den Leitungen fliessen.

Schutzzonen: Die Qualität sicherstellen

D er Kanton ist in spezielle Schutzzonen aufgeteilt. Diese sollen verhindern, dass das Wasser im Nahbereich von Pumpwerken und Quellen durch Bakterien oder gefährliche Flüssigkeiten verschmutzt wird. Im Fassungsbereich (Zone S1) sind nur Tätigkeiten erlaubt, die der Trinkwassernutzung dienen, in der engeren Schutzzone S2 gilt ein Bauverbot sowie ein Verbot für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und flüssigem Hofdünger. In der Schutzzone S3 sind beispielsweise keine Deponien, aber sanfte Bauten wie Einfamilienhäuser erlaubt. Die Gewässerschutzbereiche sollen eine naturnahe Grundwasserqualität und naturnahe hydraulische Verhältnisse im Grundwasser erhalten. Die Ansiedlung von Industrien, die eine besondere Gefahr für ein Gewässer darstellen, sind in diesem Bereich verboten. ssf

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