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Raiffeisenbank: Ein überheblicher Entscheid

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Leserbrief

Raiffeisenbank: Ein überheblicher Entscheid

Autor: «Raiffeisen übernimmt fast die ganze Wegelin-Bank» – FN vom 28. Januar

Was sich die Zentrale in St. Gallen geleistet hat, ist ein «faux pas par excellence», eine vollendete Tatsache zulasten nicht konsultierter Bank-Filialen und aller mithaftenden Genossenschafter. Dass Raiffeisenchef Pierin Vincenz den bestens arbeitenden und dastehenden Regionalbanken und ihrem engagierten Personal solche Entscheide mit hohem Risiko zumutet, zeugt von Überheblichkeit.

Die Verlegung der Tätigkeit der Zentrale auf die spekulative Verwaltung des Vermögens von «Hyper-Vermögenden» widerspricht der demokratisch organisierten und gut funktionierenden Raiffeisenkultur sowie den Sicherheitsbedürfnissen aller Teilhaber.

Waren die ausgerechnet jetzt von der «beliebten» Rating-Agentur Moody’s erfolgte Herabstufung sowie der Fall UBS noch nicht Fingerzeige genug zu Vorsicht? Ist es von Bankern, Wissenschaftlern und Politikern nicht zu früh, den Genossenschaftern den Deal optimistisch als strategisch optimale Lösung, als gute Transaktion beliebt zu machen, obwohl Sicherheit für ein Gelingen überhaupt nicht besteht? Die Finma nickt einmal mehr zum juristischen Trick der Auslagerung der Probleme in eine «Zweckgesellschaft», und der Bundesrat gibt sich bedeckt!

Damit wurden nun unnötig Sympathien und Vertrauen zu Raiffeisen aufs Spiel gesetzt. Müsste in dieser ohnehin von Krisen geprägten Zeit nicht das Sprichwort gelten: «Schuster bleib bei deinen Leisten»? Die Geschäftsleitung strebt aber nach Wachstum und systemwidriger Grösse! Wäre Raiffeisen nicht besser beraten, sich zu bescheiden und in Zukunft vorab für die Weiterentwicklung ihrer bisher vor Ort volksnah erbrachten Dienstleistungen einzusetzen? Dies im Interesse ihres Personals, der Kleinanleger, der Realwirtschaft, vorab der KMU, und der Landwirtschaft! Das heisst, ihr Wirken prioritär vor die geldgierige, auf Dauer ins Leere laufende marktverrückte Finanzwirtschaft zu stellen. Wäre es infolge vorgängig offenbar ungenügender Konsultation sowie fragwürdiger Kompetenz der Leitung nicht sinnvoll, zu prüfen, ob und wie der so risikoreiche Deal noch rückgängig gemacht werden könnte?

Autor: Hans E. Brülhart, Freiburg

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