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Raphael stürzt sich in die Welt der Düfte

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Fruchtig, süss oder lieber herb? Düfte können Erinnerungen hervorrufen, für gute Laune, aber auch für gerümpfte Nasen sorgen. Wie schwierig es ist, einen angenehmen Duft zu entwickeln, weiss der 16-jährige Raphael Christen: Er hat sein eigenes Deo hergestellt.

Nach dem Sportunterricht sind sie omnipräsent: die dicken, stickigen Deo- und Parfümwolken in den Umkleidekabinen von Primar- und Orientierungsschulen. Ungern erinnert sich die Autorin an die wilden Billig-Deo-Schlachten, die bei den Jungs der 6. und 7. Klassen einfach irgendwie zum Duschen nach dem Turnunterricht gehörten.

Einer, der bei diesen Schlachten wahrscheinlich nicht mitgemacht hat und eine wesentlich feinere Nase beweist, ist der 16-jährige Raphael Christen aus Wünnewil. Im Rahmen eines Schulprojekts hat er eine Mischung aus Deo, Parfum und Raumduft hergestellt. Es handelt sich dabei um ein Zitrus-Après-Douche. In einer edlen, schwarzen Sprühflasche verpackt und mit einer selbst designten Etikette versehen, könnte man den Duft problemlos in die Regale der Grossverteiler stellen.

Das Après-Douche riecht unter anderem nach Limette und Grapefruit.
Sarah Neuhaus

Herausforderung gesucht

Seine Freizeit verbringt der OS-Schüler gerne mit Fotografieren und Filmen. Das grosse IVE-Schulprojekt anhand dieser Talente und Vorlieben auszuwählen, wäre ihm aber eine zu einfache Aufgabe gewesen. «Ich habe bewusst eine Herausforderung gesucht und wollte ein Produkt selbst herstellen, welches ich am Schluss in den Händen halten kann», erzählt Raphael Christen.

Ich habe bewusst eine Herausforderung gesucht und wollte ein Produkt selbst herstellen, welches ich am Schluss in den Händen halten kann

Raphael Christen
Schüler & Deo-Entwickler
Es riecht gut, wenn Raphael Christen sein «Après-Douche» versprüht.
Sarah Neuhaus

Gesagt, getan. Mit der Unterstützung einer Apotheke und dank zahlreichen Internetrecherchen konnte Christen eine Grundrezeptur aus Ethanol, Natron und Glyzerin herstellen. Dann kam die schwierigste Aufgabe überhaupt: den passenden Duft finden. «Ursprünglich wollte ich mit Pfefferminzöl arbeiten, aber damit habe ich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt.» Raphael Christen wollte einen herben, männlichen Duft herstellen. Entsprechend hat er seine Testgruppe ausgewählt und seine Kollegen den Spray ausprobieren lassen. «Die Rückmeldungen waren brutal ehrlich», erinnert sich der 16-Jährige und lacht. Die Kombination mit Pfefferminzöl kam nicht gut an. Das war für Raphael Christen kein Grund aufzugeben. «Ich habe meinen ursprünglichen Plan über Bord geworfen und mir überlegt, welche Zutaten zu einem besseren Resultat führen könnten.»

19 Versuche hats gebraucht

Schlussendlich entschied sich Christen, mit Fruchtölen zu arbeiten. 19 Versuche brauchte er, um einen Duft zu mixen, der ihm – und anderen – gefiel. Das Experimentieren hat sich gelohnt: Entstanden ist eine Mischung aus Zitrone, Orange und Grapefruit mit einem Hauch eines herben, waldähnlichen Dufts. Nicht unbedingt das, was man als «typisch männlich» bezeichnen würde. «Mit diesem Spray kann ich Männer und Frauen ansprechen», freut sich der Schüler. Und dank der Leichtigkeit und Frische des Sprays kann er sogar als Raumduft benutzt werden.

Lange hat Raphael Christen herumexperimentiert, bis er die perfekte Kombination aus den verschiedenen Duftelementen fand.
Sarah Neuhaus

Das Zitrus-Après-Douche ist aber nur ein Teil des Projekts von Raphael Christen. Er hat sich nicht nur Gedanken über den Duft gemacht, sondern auch über die Vermarktung seines Produkts. So sind eine Website und eine Instagram-Seite entstanden – beides bestückt mit Produktfotografie und einem Werbevideo. Bisher hat Christen vier Fläschchen seines Dufts hergestellt. Er hätte aber noch genügend Material, um mehr zu produzieren. «Ich verkaufe das Après-Douche für sieben Franken pro Fläschchen und habe sogar schon einige Bestellungen erhalten», erzählt der 16-Jährige stolz.

Mit diesen Grundzutaten kann der Schüler weitere Fläschchen seines Sprays herstellen
Sarah Neuhaus

Er habe vor allem im Bereich Chemie viel dazugelernt, resümiert Raphael Christen. Das Spannendste sei aber gewesen, einen Einblick hinter die Kulissen zu erhalten. «Ich habe erfahren, was hinter der Herstellung eines ganz alltäglichen Produkts steckt – das hat mich beeindruckt.» Chemie studieren oder in einem Labor arbeiten will Christen deshalb aber nicht. Im August beginnt er seine Lehre als Fachmann Gesundheit. Sein grosses Ziel: Rettungssanitäter werden.

Serie

Kreative Sensler Jugend

In der dritten Stufe der Orientierungsschule besuchen die Jugendlichen im Kanton Freiburg das Fach Individuelle Vertiefung und Erweiterung. Dort können sie sich auf ihren späteren beruflichen Weg vorbereiten. Teil dieses Schulfachs ist eine Projektarbeit mit einem frei wählbaren Thema. Die FN stellen im Rahmen einer Serie zehn kreative Projekte aus den vier Sensler OS-Zentren vor. im

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