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Ratgeber Erziehung

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Ratgeber Erziehung

Autor: Birgit Ruhe-Kollmeyer

Mobbing in der Schule – was tun?

Meine Frau und ich machen uns Sorgen über unseren 10-jährigen Sohn: Er ist seit diesem Schuljahr extrem nervös und weint oft, wenn er zur Schule muss. Wenn wir ihn fragen, was los ist, bittet er nur, zuhause bleiben zu dürfen. Da er seine Lehrer mag und auch ein guter Schüler ist, vermuten wir, dass er von anderen Schülern schikaniert wird. X. R.

Wenn Kinder in die Pubertät kommen und sich körperlich, seelisch und in ihrem Sozialverhalten verändern, probieren manche Einschüchterungen aus – eventuell um Anerkennung zu bekommen oder zu einer Gruppe zu gehören. Manche schikanieren andere, weil sie es nicht gelernt haben, Probleme anders als mit Gewalt zu lösen.

Falls Ihr Sohn geplagt wird, wagt er vielleicht aus Scham, Verlegenheit oder Angst, noch mehr geärgert zu werden, nicht, mit Ihnen zu reden. Ermutigen Sie Ihren Sohn, Ihnen genau zu beschreiben, was passiert ist und wie oft. Bleiben Sie ruhig in die- sem Gespräch und kün- digen Sie nicht vorschnell an, die Eltern des Schikanierers oder die Schule anzu- rufen.

Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie gemeinsam eine Lösung finden müssen. Tragen Sie gemeinsam alle denkbaren Lösungswege zusammen. Möglichkeiten können sein: Hänseleien ignorieren, mit anderen Kindern zu-sammenbleiben oder dem Schikanierer selbstbewusst entgegentreten. (Sich körperlich zu wehren kann oft zu weiteren Problemen führen, da Kinder, die schikaniert werden, häufig nicht so stark sind wie ihre Peiniger.)

Diskutieren Sie dann die Vor- und Nachteile jedes Vorschlags und helfen Sie Ihrem Sohn, die beste Möglichkeit auszuwählen. Üben Sie die Lösung mit Ihrem Sohn, bevor er sie ausprobiert.

Wenn Ihr Sohn schon längere Zeit gemobbt wird, sprechen Sie mit seinem Lehrer über Ihre Sorge. Auch ein Beratungslehrer oder Schulsozialarbeiter ist eine gute Anlaufstelle.

In der Schule kann am besten mithilfe eines einheitlichen Konzeptes etwas gegen Mobbing getan werden: Den Kindern sollte klar gemacht werden, dass so ein Verhalten auf keinen Fall hingenommen wird. Alle Kinder sollten bestärkt werden, Mobbing zu erkennen und etwas dagegen zu tun. Anhand spezieller Unterrichtseinheiten können soziale Fähigkeiten trainiert werden wie z. B. Selbstbehauptung, Problemlösung und soziales, kooperatives Verhalten.

Betroffene Kinder sollten betreut werden. Auch den Schikanierern sollte Hilfe angeboten werden, wie sie gewaltlos mit Problemen umgehen können.

Kinderstube Freiburg Mobbing im Kindergarten: Vortrag von Frau Prof. Dr. Alsaker am 13. Oktober um 20.00 Uhr (Hof Bürgerspital), Flyer unter www.unifr.ch/iff

Telefonberatung zu Erziehungsfragen: freitags 14.00 bis 16.00 Uhr: 026 300 73 57, kostenlos

Die Psychologin Birgit Ruhe-Kollmeyer ist beim Familieninstitut der Uni Freiburg zuständig für Prävention und Beratung. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und wohnt im Greyerzerland.

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