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Ratgeber Gesundheit im Alter: Möglichkeiten für Deutschsprachige in der Gerontopsychiatrie

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Mein 82-jähriger Vater leidet seit Jahren an Depressionen mit psychotischen Symptomen (Verarmungs- und Verschuldungswahn). Nun geht es ihm erneut so schlecht, dass wir ihn im FNPG in Villars-sur-Glâne hospitalisieren mussten. Ich denke nicht, dass eine Rückkehr nach Hause möglich ist, da es ihm körperlich auch nicht gut geht. Gibt es ein deutschsprachiges Pflegeheim, das spezialisiert ist für psychisch vulnerable Menschen?

Leider fehlt es im deutschsprachigen Raum an einem spezialisierten Pflegeheim. Für französischsprachige Personen gibt es im Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG) in Marsens ein spezialisiertes Pflegeheim sowie eine Abteilung im Pflegeheim in Gletterens. Für die Deutschsprachigen scheitert die Betreuung dort leider an der Sprachbarriere. Manchmal finden wir einen Platz im angrenzenden Kanton Bern, dort gibt es mehrere spezialisierte Institutionen. Auf geschützten Demenzabteilungen, wie beispielsweise dem Magnolia in Tafers, sind Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen oder Psychosen nicht am richtigen Ort.

Worin liegt das, dass es keine Plätze für deutschsprachige Personen in der Gerontopsychiatrie gibt? Es ist nicht neu, dass die Lebenserwartung steigt, auch die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen erreichen ein hohes Alter und haben ein Recht auf einen würdevollen letzten Lebensabschnitt. Einerseits fehlt das psychiatrisch geschulte Fachpersonal, und es müssten neue Pflegebetten mit Schwerpunkt Langzeitgerontopsychiatrie geschaffen werden. Dies berücksichtigen wir in der Planung von neuen Langzeitpflegebetten.

Die Psychiaterinnen und Psychiater des FNPG bieten einen Konsiliardienst in den regulären Pflegeheimen an und begleiten das Behandlungsteam bei der Betreuung von psychisch erkrankten Menschen (Fallsupervision). Die Realität ist aber leider teilweise so, dass die Menschen dann erneut ins FNPG verlegt werden müssen, weil die anderen Pflegeheimbewohnenden sich über das auffällige Verhalten beschweren oder das Behandlungsteam bei der Betreuung an seine Grenzen stösst.

Die aktuelle Lage ist für Angehörige und Betroffene sehr belastend, da sich oft niemand zuständig fühlt und die Menschen hin- und hergeschoben werden. Das hilft leider weder der Genesung noch der Stabilisierung. Falls die familiären Strukturen es zulassen und ein Verbleib zu Hause möglich ist, ist das oft die beste Lösung: beispielsweise mit Unterstützung der regulären und der Psychiatrie-Spitex, mit Aufenthalten in der Tagesstätte oder der Unterstützung durch Nachbarschaft, Hilfsdienste oder Freiwillige.

Für Sie als Angehörige ist es wichtig, dass Sie, falls nötig, auch Unterstützung und Hilfe für sich in Anspruch nehmen. Der regelmässig stattfindende Trialog Deutschfreiburg ist ein niederschwelliges Angebot und bietet Ihnen die Möglichkeit für einen unverbindlichen Austausch. Weiter ist der Verein für pflegende Angehörige (PA-F) eine gute Adresse mit verschiedenen Angeboten.

zvg

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