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Rathausgasse wird noch keine Einbahn

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Autor: Marc Kipfer

«Sinnvoll» und «den aktuellen Bedürfnissen angepasst»: So hatte der Gemeinderat Murten im März das Vorhaben gelobt, in der Rathausgasse versuchsweise den Einbahnverkehr einzuführen. Die Gemeinde reagierte damit auf eine Petition von Anwohnern und Gewerbetreibenden und liess dem Kanton ein entsprechendes Gesuch zukommen (die FN berichteten). Doch der Kanton lehnte das Provisorium ab. Die Gemeinde versuchte es erneut: mit dem gleichen Resultat.

Keine Priorität mehr

«Wir haben ein bisschen geübt», resümiert der Murtner Bauverwalter Peter Friedli die Korrespondenz zwischen Murten und Freiburg. Der Kanton verlange mehrere Studien, um das Projekt beurteilen zu können. Diese will die Gemeinde nun vorläufig nicht in Auftrag geben: Sie hat die Einbahn an der Rathausgasse stattdessen ins Verkehrskonzept der Ortsplanung aufgenommen.

Damit ist klar, dass bis zur Einführung – falls diese überhaupt je Tatsache wird – noch mindestens zwei Jahre vergehen. So sieht es auch Friedli, der sagt, es stünden jetzt andere Dinge im Vordergrund: etwa die grosse Baustelle in der oberen Hauptgasse, wo im Frühjahr 2011 die Leitungen unter dem Boden saniert werden.

Teil einer Begegnungszone

Die gesamte Verkehrsplanung geht im Herbst noch einmal in eine Mitwirkung. Die Murtner Bevölkerung wird somit auch zur Verkehrsführung an der Rathausgasse Stellung beziehen können, bevor das Dossier nächstes Jahr beim Kanton eingereicht wird.

Man müsse die Rathausgasse als Teil der gesamten Verkehrsplanung betrachten, betont Friedli und erklärt, dass die Gemeinde aus dem «Stedtli» eine Begegnungszone machen möchte. Für Automobilisten hätte dies weit grössere Konsequenzen als eine zusätzliche Einbahnstrasse: Momentan, bei Tempo 30, hat das Auto vor den Fussgängern Vorrang. In einer Begegnungszone, bei Tempo 20, wäre es genau umgekehrt.

Neue Ausgangslage 2011?

Zudem läuft in Murten aktuell eine Studie, die das Bedürfnis nach einem Parkhaus östlich der Altstadtmauern eruieren soll. Diese abzuschliessen, auszuwerten und aus Resultaten Taten zu machen, braucht Zeit. Und Bauverwalter Friedli äussert die Vermutung, dass sich nach den Gemeinderatswahlen vom März 2011 erneut einiges ändern könnte. Dies in Bezug auf das ungelöste Parkplatzproblem, aber auch hinsichtlich der Verkehrssituation in der Altstadt.

Gut möglich also, dass der Verkehr noch lange in beiden Richtungen durch die Rathausgasse rauscht. Enttäuscht sind darüber die 136 Unterzeichner der Petition. Mitinitiantin Eva Dollinger vermutet, dass das Projekt auch aus Kostengründen vertagt wird. Den negativen Bescheid schickte ihr der Gemeinderat mit Poststempel vom Mittwoch: dem Tag, an dem sich die FN nach dem Stand erkundigten.

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