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Rathgeb und Gottéron – das gegenseitige Interesse ist da

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Am Dienstag trifft Yannick Rathgeb mit dem EHC Biel auf Gottéron. Tauscht der Verteidiger nächste Saison wieder die Seiten? Das ist alles andere als ausgeschlossen.

«Yannick ist ein Spieler, der mich interessiert. Verteidiger wie ihn gibt es in dieser Liga nicht tonnenweise. Entsprechend sind viele Mannschaften hinter ihm her», sagt Christian Dubé. Dazu gehört auch Gottéron, das bestätigte Freiburgs Trainer und Sportchef am Montag nach dem Training gegenüber den FN. Er habe bereits Gespräche mit seinem Agenten geführt.

Viel Freiburg-Bezug

Gottéron ist in diesem Tauziehen allerdings kein 08/15-Player. Yannick Rathgeb und Freiburg – da gibt es eine Vergangenheit und eine Gegenwart. Gottéron war Rathgebs erster Proficlub, als er 2015 als 19-Jähriger aus der nordamerikanischen Juniorenliga OHL in die Schweiz zurückkehrte. Trainer war damals Gerd Zenhäusern, der ihn von der U20-Nati kannte, Sportchef bereits Christian Dubé. Unter diesem Duo, das sich heute immer noch um die sportlichen Belange des Clubs kümmert, entwickelte sich Rathgeb in Freiburg zum Publikumsliebling und zu einem der besten Offensivverteidiger der Liga.

So gut, dass er nach drei Saisons in Freiburg bei der NHL-Organisation der New York Islanders unterschrieb. In Nordamerika durchlebte Rathgeb allerdings ein Horrorjahr, sogar beim Farmteam der Islanders in der AHL war er oft überzählig. So brach er das Abenteuer nach einem Jahr ab und kehrte in die Schweiz zurück – allerdings nicht zu Freiburg, sondern zu Biel. Eine neue sportliche Herausforderung schien ihm für den Neustart die bessere Option zu sein. Schon am Tag nach der Unterschrift sagte er im Mai 2019 im Interview mit den FN allerdings: «Ich liebe Freiburg, fühle mich mittlerweile sogar als halber Freiburger. Ich habe Gottéron ins Herz geschlossen und denke, dass ich irgendwann wieder für Freiburg spiele.»

Yannick Rathgeb 2015 in seiner ersten Profisaison bei Gottéron.
Archivbild Charles Ellena

In Biel entwickelte sich das Kraftpaket ebenfalls zu einem der wichtigsten Spieler im Team. Mit 28 Skorerpunkten und einer Plus-13-Bilanz hatte er letzte Saison nicht unwesentlichen Anteil an der starken Saison mit Rang zwei in der Qualifikation und dem Finaleinzug. Mit einem Tor und acht Assists in 16 Spielen ist er in der neuen Saison zudem derzeit der produktivste Verteidiger der Bieler.

Rathgeb spielt aktuell seine fünfte Saison für die Seeländer. In all den Jahren ist seine Beziehung zu Freiburg nie ganz abgebrochen. Seine Freundin ist Freiburgerin, im Sommer lebt der 28-jährige Langenthaler mehrheitlich in Schmitten. Freiburg hat also nicht nur Rathgebs Vergangenheit geprägt, sondern ist auch in der Gegenwart präsent – und wie sieht es in der Zukunft aus? Einen Tag vor dem Spiel gegen Gottéron nahm sich Rathgeb, dessen Vertrag Ende Saison ausläuft, am Montag Zeit, um im Interview mit den FN darüber zu sprechen.

Yannick Rathgeb, am Dienstag spielen Sie mit Biel gegen Gottéron, ist es denkbar, dass Sie nächste Saison wieder für Gottéron auflaufen?

Wie ich in meiner Karriere schon oft gesagt habe, ist Freiburg immer eine Option. Aber im Moment ist es für mich ein Abwarten, was meine Zukunft betrifft. Wir haben extrem viele auslaufende Verträge hier in Biel, deshalb ist es noch schwierig zu sehen, in welche Richtung sich die Mannschaft entwickelt. Das ist allerdings wichtig, um Entscheidungen zu treffen. Und ich prüfe auch noch andere Optionen.

Christian Dubé hat bestätigt, dass es Gespräche gab. Läuft das alles über den Agenten oder waren Sie ebenfalls dabei?

Im Sommer sind wir mal zusammengesessen, da hatte ich aber klar gesagt, dass ich zunächst einmal die Saison beginnen und erst dann schauen möchte. Sonst aber läuft es hauptsächlich über den Agenten, Christian Dubé und ich kennen uns ja auch gut genug, um nicht zusammen Kaffee trinken zu müssen, um uns gegenseitig kennenzulernen.

Man kennt sich: Reto Berra (l.) und Yannick Rathgeb 2018 im Gottéron-Training.
Archivbild Aldo Ellena

Gemäss dem Freiburger Sportchef ist die halbe Liga hinter Ihnen her. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihren zukünftigen Arbeitgeber aus?

Es sollte ein Team sein, das oben mitspielt oder zumindest das Potenzial hat, oben mitzuspielen. Mein Traum ist es, Meister zu werden. Nach dem verlorenen Final in der vergangenen Saison ist dieser Traum noch stärker geworden. Persönlich ist mir ausserdem meine Rolle im Team wichtig. Kann ich die Rolle übernehmen, die mir am meisten entgegenkommt? Hat es bereits viele Spieler mit einem ähnlichen Profil? Wie viel Verantwortung kann ich übernehmen?

Was würde beispielsweise für Gottéron sprechen?

Zumindest im Moment spielt der Club ganz oben, er hat wirklich eine sehr gute Mannschaft beisammen. Auch das Spielsystem gefällt mir, Gottéron ist läuferisch stark, alle fünf Spieler sind sowohl defensiv als auch offensiv stets involviert. Und das Stadion ist natürlich definitiv nicht schlecht geworden. Dass die Infrastruktur stimmt, ist nämlich ebenfalls wichtig, um sich weiter zu verbessern. Und natürlich habe ich einen Bezug zu Freiburg.

Nächste Woche ist Nationalmannschaftspause. Oft werden in dieser Zeit nicht wenige Vertragsverlängerungen oder Transfers bekannt gegeben. Ist das auch in Ihrem Fall denkbar?

Ich habe mich wirklich noch nicht allzu sehr damit beschäftigt, meine Zukunft steht deshalb weiter in den Sternen. Aber die Gespräche werden nun sicher intensiviert – da kann es plötzlich schnell gehen.

In dieser Woche wird zuerst noch gespielt. Der letzte Bieler Sieg nach 60 Minuten war das 3:0 am 23. September gegen Davos. Seither gab es einen Sieg im Penaltyschiessen, einen Sieg in der Overtime und zehn Niederlagen. Wie sehr nagt das am Selbstvertrauen?

Extrem, immerhin hat in den vergangenen Spielen die Leistung wieder gestimmt, die Tendenz zeigt aufwärts. Allerdings kassierten wir wiederholt blöde Gegentore in der Schlussphase oder hatten auch ganz einfach Pech. Da die Leistungen besser werden, können wir nun nicht mehr alles auf die Verletzten schieben, wir schaffen es ja auch, mit den Spielern, die wir derzeit haben, mitzuhalten. Nun müssen wir das noch besser in Siege und Punkte ummünzen.

Aus den letzten zwölf Spielen kassierten Yannick Rathgeb und Biel zehn Niederlagen.
Foto Keystone

Sie sprechen es an, Biel hat viel Verletzungspech. Beim letzten Spiel fehlten am Samstag Luca Cunti, Gaëtan Haas, Damien Brunner, Luca Hischier, Fabio Hofer, Aleksi Heponiemi und Ian Derungs verletzungsbedingt, und dann war auch noch Toni Rajala krank. So ist es natürlich schwierig.

Ja, es ist schon extrem, acht Stürmer – und allesamt Stammspieler! Das Team, das so etwas problemlos wegsteckt, möchte ich tatsächlich mal sehen. Da sind dann natürlich weder der Trainer noch das System schuld am schlechten Saisonstart. Aber wie gesagt, wir haben uns gefangen und konnten zuletzt jeweils mithalten. Wir müssen defensiv halt umso besser stehen und schauen, dass wir nicht mehr diese Gegentore in der Schlussphase kassieren. Aber wir befinden uns in einer Negativspirale, da kommt oft alles zusammen.

Was kann Biel versuchen zu machen, um aus dieser Spirale herauszukommen?

Dieser Vergleich klingt nun vielleicht ein bisschen merkwürdig, weil ich über Teams rede, die in der Tabelle derzeit vor uns liegen. Aber wir müssen nun spielen wie ein Langnau oder andere Mannschaften, die spielerisch nicht so gut aufgestellt sind wie die Topclubs. Wir müssen uns alles hart erkämpfen, immer 100 Prozent geben. Wenn wir mit der aktuellen Mannschaft nur 80 Prozent geben, haben wir keine Chance.

Am Dienstag kommt nun auch noch der Leader aus Freiburg nach Biel. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Hoffentlich ein besseres als in Freiburg (1:4-Niederlage am 26. September). Damals stimmte die Lauf- und Kampfbereitschaft bei uns überhaupt nicht. Auf jeden Fall wird es eine schwierige Partie, Gottéron hat einen guten Lauf. Wir müssen unbedingt Strafen vermeiden und das Optimum aus unserem derzeitigen Potenzial herausholen. Wir gewinnen derzeit sicher keine Partien 6:2, aber wir werden versuchen, das Skore so lange wie möglich ausgeglichen zu halten oder, noch besser, in Führung zu gehen und dafür zu sorgen, dass Gottéron gar nicht erst ins Rollen kommt.

Sind Sie überrascht, dass Freiburg an der Tabellenspitze steht?

Es erinnert mich an unser Szenario in der letzten Saison. Freiburg ist ein eingespieltes Team, dessen Gerüst steht und das schon seit einer Weile mit dem gleichen Trainer und dem gleichen System spielt. Hinzu kommt ein Topgoalie – dass Gottéron oben dabei ist, ist deshalb nicht überraschend.

Gottéron: Rückkehr von Sutter möglich

Während Biel mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat, läuft es für Gottéron in diesem Bereich weiter ausgezeichnet. Sogar der zuletzt verletzte Dave Sutter trainierte am Montag normal mit. Ob er am Dienstag in Biel bereits spielt, werde aber erst am Matchtag entschieden, sagte Trainer Christian Dubé. Sollte der Verteidiger wieder mittun können, kann Dubé aus dem Vollen schöpfen. Jacob de la Rose trainierte zwar am Montag wegen einer kleinen Verletzung nicht mit, wird gemäss Dubé in Biel aber spielen können. Entsprechend lässt der Trainer auch die Sturmlinien unverändert. fm

Gibt womöglich sein Comeback: Dave Sutter.
Archivbild Charly Rappo

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