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Raucher sind äusserst sozial

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Raucher sind äusserst sozial

Autor: Christian Schmutz

Raucher sind äusserst soziale Wesen. Dies sage ich nicht, weil ein Aufhör-Versuch eines Rauchers oder einer Raucherin rasch die Angelegenheit aller Verwandten und Bekannten wird – und nicht, weil dies Gesprächsstoff für ganze Abende ergibt. Aber «gehen wir rasch zusammen eine Zigarette rauchen?», höre ich regelmässig in meinem Umfeld.

So etwas Soziales würde ein Nichtraucher nie einen anderen fragen. Oder haben Sie schon mal einen gehört, der zu seinem Kollegen sagte: «Du, ich hab grad Lust, ein bisschen vor die Tür zu stehen und mir den Arsch abzufrieren. Kommst du mit?»

Ferien in Irland habe ich als äusserst angenehm empfunden. Lange glaubte ich, dass jedes Pub extra für die Begrüssung der Gäste ein Empfangskomitee vor die Tür stellte. Dabei waren dies nur freundlich grüssende Raucher vor Gaststätten und Geschäften. Nichtraucher? Keine, so weit das Auge reicht – alle drinnen am Bechern oder einfach am (unsozialen) Weiterarbeiten.

Man muss aber auch sagen: Die soziale Ader der Raucher beschränkt sich nur auf andere Raucher. Und da diese Rasse bedrängt und langsam, aber sicher vom Aussterben bedroht ist, fühlen sie sich gemeinsam als Minderheit und unterstützen sich gegenseitig. Ein Nichtraucher unter den Draussen-Rauchern wäre dabei ungefähr so deplatziert, wie wenn Toni Brunner für das Parteipräsidium der Grünen kandidiert hätte.

Ich aber weiss immer gern, was sich hinter den Kulissen so tut. Auch bei den Rauchern vor der Tür möchte ich gern mal Fliege sein. Ich warte schon lange darauf, dass mich mal jemand mitnimmt an ein solch konspiratives Treffen. Nur fürchte ich, dass mir dann jemand Zigis anbietet, ich nicht Nein sagen darf, um nicht aufzufallen – und dann nicht weiss, welchen Teil der Zigarette ich in den Mund stecken muss.

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