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«Rauchverbot ist gut akzeptiert»

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Autor: Karin Aebischer

Anfang 2010 mutete der Anblick eines leeren Barhockers, vor dem ein halbvolles Glas Bier stand, noch seltsam an. Heute ist allen klar, dass dieser Platz einem Raucher gehört, der sicher gleich von seiner Rauchpause vor der Tür der Beiz zurückkehren wird. «Das Rauchverbot ist gut akzeptiert», sagt Alain Maeder, Vorsteher des Amtes für Gewerbepolizei. Seit der Einführung des Verbots in den Freiburger Gaststätten habe es sehr wenig Probleme mit Leuten gegeben, die sich nicht an das Verbot halten wollten. Die Freiburger Kundschaft habe sich an die neue Situation gewöhnt.

Zehn Fumoirs in der Stadt

Dies könnte gemäss Alain Maeder mit ein Grund dafür sein, dass bei insgesamt 1600 Gastbetrieben im Kanton Freiburg bisher nur gerade 38 über ein gesetzeskonformes Fumoir verfügen. «Vielleicht haben die Besitzer eine Analyse ihrer Kundschaft gemacht und gemerkt, dass ein Fumoir gar keinen Sinn macht.» Von den 38 bewilligten Fumoirs befinden sich zehn in der Stadt Freiburg, neun im Sense-, eines im Seebezirk, sieben im Saanebezirk ausserhalb der Stadt und die restlichen hauptsächlich im Greyerzbezirk.

80 provisorische Fumoirs waren im Januar 2010 angemeldet. Im Übergangsjahr 2010 hatten die Wirtinnen und Wirte Zeit, ihr Fumoir gesetzeskonform auszurüsten. Knapp 30 Wirte haben ihr Projekt «Fumoir» am Ende des Jahres aber fallengelassen. Die Gründe dafür haben die Gastbetriebe dem Amt für Gewerbepolizei nicht mitteilen müssen. «Es kann sein, dass sie die Möglichkeit zum Provisorium nur ausgenützt haben. Oder aber die Erneuerung der Lüftung war für sie zu teuer», mutmasst Alain Maeder. Viele Gaststätten hätten auch nicht die technischen Möglichkeiten, um ein Fumoir einzurichten.

Polizei auf Kontrolltour

Für 38 weitere Fumoirs, welche die Wirte weiterführen möchten, fehlen dem Amt für Gewerbepolizei noch wichtige Formulare wie die Bestätigung der korrekten Lüftung oder der erforderlichen Tür, um die Bewilligung erteilen zu können. «Ich bin mir sicher, dass bis Ende Januar noch einige Bestätigungen eintreffen werden, und wir dann das OK geben können», so Maeder.

Er hat der Freiburger Kantonspolizei Ende Dezember 2010 eine Liste mit den bewilligten und nicht bewilligten Fumoirs zugestellt. «Die Polizei wird in nächster Zeit Kontrollen durchführen. Besonders an jenen Orten, wo noch nicht alles in bester Ordnung ist.» Entspricht ein Fumoir nicht den gesetzlichen Vorschriften, droht den Besitzern gemäss Alain Maeder eine Busse von bis zu 1000 Franken.

«Unbedient rentiert nicht»

Für den Präsidenten des Wirteverbandes Gastro-Freiburg, Tobias Zbinden, liegt der Grund für die kleine Anzahl Fumoirs auf der Hand: «Fumoirs, in denen nicht bedient werden darf, rentieren nicht, kosten aber viel», erklärt er. Deshalb fordert Gastro-Freiburg bediente Fumoirs. Diese seien Umsatzgaranten.

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