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Rauchverbot trifft kleine Bistros am härtesten

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Autor: Helene Soltermann

AumontDie Gastro-Branche ist ein Gradmesser für die Folgen der andauernden Wirtschaftskrise. Die Umsatzentwicklung der Freiburger Gastronomiebetriebe in den ersten drei Monaten dieses Jahres jedenfalls zeigt es: Im Vorjahresvergleich haben mit 59 Prozent mehr als die Hälfte der Betriebe eine Verkaufsabnahme verzeichnet, wie Tobias Zbinden, Präsident des Arbeitgeberverbandes für Restauration und Hotellerie «Gastro Freiburg», am Dienstag an der Generalversammlung in Aumont sagte.

Bundesgesetz wäre besser

«Um aus dieser Patsche zu kommen, müssten wir über gute Rahmenbedingungen verfügen», sagte Zbinden. Dies sei aber nicht der Fall. Im Gegenteil: «Das seit dem 1. Januar gültige Rauchverbot hat diese Bedingungen noch verschlimmert.» Zbinden ist nicht zufrieden mit dem kantonalen Gesetz, weil es strenger ist als das Bundesgesetz. Gemäss Bundesgesetz wären Fumoirs mit Bedienung nämlich erlaubt, im Kanton Freiburg jedoch ist es verboten, solche Fumoirs zu bedienen. «Die Situation ist verwirrend», sagte Zbinden, «zumal sich zahlreiche kantonale Gesetze auf das Bundesgesetz abstützen». Mit dem etwas lockereren Bundesgesetz könnte er leben. «Denn klar ist, dass wir den Gesundheitsgedanken der Bevölkerung ernst nehmen müssen.»

Die Auswirkungen des Rauchverbotes sind laut Zbinden schlimm. Derzeit wird bei den «Gastro Freiburg»-Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse im Juni veröffentlicht werden. «Man weiss aber schon heute, dass das Rauchverbot überall eine Abnahme des Umsatzes zur Folge hat», sagte Zbinden. Die am stärksten betroffenen Betriebe seien jene, für welche die Restauration nicht eine herausragende Rolle spiele – namentlich kleine Bistros. Laut Zbinden sind viele dieser Bistros, insbesondere in ländlichen Gegenden, schon verschwunden, und andere würden folgen.

Mehrwertsteuer anpassen

Während sich «Gastro Freiburg» beim Thema Rauchen an der uneinheitlichen Gesetzgebung stört, fühlt sich der Verband in Sachen Mehrwertsteuer regelrecht als «Zielscheibe des Gesetzgebers», wie Zbinden sagte. Im Gastgewerbe müsse man dreimal mehr Mehrwertsteuer für Speisen und Getränke zahlen als in anderen Branchen. Dies sei «absolut unfair» und könne «gar nicht diskriminatorischer» sein, enervierte er sich. Zbinden ist aber guten Mutes, dass die benötigten Unterschriften für die Volksinitiative «Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!» bald beisammen sein werden.

Der Freiburger Staatsratspräsident Beat Vonlanthen jedenfalls unterstützt die Ini-tiative der Wirte, wie er vor den Delegierten sagte. Die Cafés und Restaurants seien Orte, wo man Freunde treffe und viel Freizeit verbringe. Es sei wichtig, dass sich die Bevölkerung auch in Zukunft an solchen Orten treffen könne.

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