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Reaktionen:«Naiv und nicht realisierbar»

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Für Staatsratspräsident Beat Vonlanthen ist der Vorschlag, die Zahl der Kantone in der Schweiz drastisch zu senken, «Ausdruck einer gewissen Naivität und nicht realisierbar». Auch wenn es sich um interessante Überlegungen handle, sei der Vorschlag nicht ernst zu nehmen, sagte er gegenüber den FN und fuhr fort: «Ich würde nie Energien in strukturelle Reorganisationen investieren, die nichts bringen.» Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung dürfe und könne man nicht übersehen, dass sich die Leute in kleinen Einheiten daheim fühlen.

Der Freiburger Regierungspräsident will aber die Vorschläge zur Stärkung des Föderalismus als Ausgangspunkt nutzen, um die Position des Kantons gemäss der vom Staatsrat verfolgten Strategie weiter zu stärken, damit er als ebenbürtiger Partner mit anderen Kantonen zusammenarbeiten kann, dies nach dem Konzept «variable Geometrie».

Der in Freiburg lehrende Historiker Urs Altermatt weist darauf hin, dass historisch gewachsene territoriale Strukturen nicht einer wirtschaftlichen Logik folgen. Zum Vorschlag Rumleys sagt er: «Hinter dem Konzept steht ein zu ökonomistischer Ansatz. Dieser reicht nicht, um die Multikulturalität der Schweiz in den Griff zu bekommen.»

Für Urs Altermatt gibt es durchaus Reformbedarf, aber mit anderen Instrumenten. Bei der Regionalisierung sei dort anzusetzen, wo es sich durch die Mobilität der Leute und die ökonomischen Gegebenheiten auch aufdränge. Als gutes Beispiel nannte er das interkantonale Gymnasium in Payerne. wb

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