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Reformierte Kirche des Kantons Freiburg hat eine neue Verfassung

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Autor: Marc Kipfer

Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg hat am Montag ihre neue Verfassung verabschiedet. An der Frühlingssynode im Murtner Centre Löwenberg genehmigte die Synode das neue Grundgesetz mit 78 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme. Für die Teilrevision hat die Synode seit Januar fünf Sitzungen abgehalten. «Es hat keine Revolution stattgefunden», sagte Synoden-Präsident Gerhard Bartels am Dienstag vor den Medien. Die Änderungen gegenüber der Verfassung von 1997 seien «moderat» ausgefallen.

Mehr Gewicht für die grossen Kirchgemeinden

Die wichtigste Anpassung betrifft die Synode selber: Ab der nächsten Legislatur, also ab 2013, besteht die Legislative nur noch aus Pfarrern, Präsidenten und Delegierten der Kirchgemeinden. Bisher hatten weitere Personen zur Synode gehört, etwa einige Amtsträger sowie Vertreterinnen der Katechetinnen. Diese können sich künftig als Delegierte zur Verfügung stellen oder ihre Interessen durch ihre Kirchgemeinde und den Synodalrat vertreten lassen.

Grosse Kirchgemeinden erhalten mit der neuen Synoden-Struktur mehr Gewicht. Kleinere Gemeinden verlieren dagegen leicht an Mitsprache, weil die Minimalvertretung von vier auf nunmehr drei Synodale sinkt. «Zu Diskussionen führte dies nicht», sagt Bartels. Die Deutschfreiburger Kirchgemeinden seien nach wie vor gut vertreten, fügt er an. Dies treffe insbesondere für den Sensebezirk zu. Dort hatte sich 1999 die zuvor einzige Kirchgemeinde fünfgeteilt, was das Gewicht der Sensler Reformierten deutlich erhöhte.

Die Zahl der Synodalen wird durch die neue Struktur leicht reduziert: von heute 93 auf 90.

Für Nichtmitglieder gratis?

Nebst viel Kosmetik an einzelnen Artikeln und Übersetzungen bringt die revidierte Verfassung auch eine längst überfällige Neuerung mit sich: Die Freiburger Reformierten halten erstmals das Ziel fest, die Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern.

Sofern der Staatsrat der veränderten Kirchenverfassung seinen Segen erteilt und die zweimonatige Referendumsfrist ungenutzt verstreicht, wird sich die Synode ab Oktober mit der nächsten Teilrevision befassen: mit jener der Kirchenordnung. Auch dort werden Grundsatzdiskussionen nicht gescheut: Unter anderem wird entschieden, ob die Kirche für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen eine Rechnung stellen darf, wenn Nicht-Mitglieder sie nutzen wollen. Bisher ist dies den Kirchgemeinden freigestellt. «Nun schlägt die Revisionskommission vor, solche Dienste in Zukunft gratis anzubieten», sagt Synoden-Vizepräsident Jean-François Javet. «Das wird Diskussionen geben», kündigt er an.

Hilfe für Neuenburg

Die Rechnung 2010 der Synodalkasse schloss bei Einnahmen von 1,72 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 160 000 Franken. Dieser wurde dem Eigenkapital zugewiesen.

Da die Nachbarkirche in Neuenburg zurzeit mit finanziellen Problemen kämpft, zeigte sich die Synode solidarisch und beschloss, einmalig 200 000 Franken zu spenden.

Änderungen sind moderat ausgefallen: Geschäftsstelle der Kantonalkirche in Murten.Bild Corinne Aeberhard

«Es hat keine Revolution stattgefunden.»

Autor: Gerhard Bartels

Autor: Synoden-Präsident

Autor: Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg

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