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Rega-Chef Ernst Kohler plädiert für mehr Vertrauen in die eigenen Kompetenzen

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In wirtschaftsnahen Studiengängen kann zwischen dem Alltag an der Universität und dem Berufseinstieg oftmals ein grosser Schritt liegen. Um diesen für die Studierenden etwas einfacher zu machen, organisiert das Institut für wertbasiertes Unternehmertum (IVE) Workshops, Vorträge und Praktika. Dort sollen sich Studierende das Können aneignen, erworbenes Wissen auch in die Praxis umzusetzen. Die Teilnehmer der IVE-Veranstaltungen profitieren regelmässig von den grossen Erfahrungsschätzen etablierter Geschäftsführer. So auch am Dienstagabend, als an der Uni Perolles knapp 50 Studentinnen und Studenten den Ausführungen von Rega-CEO Ernst Kohler lauschten.

Motivation und Innovation

Seit 2006 ist Kohler Chef der Schweizerischen Rettungsflugwacht. Dass die Schweizer Institution mit internationalem Einsatzgebiet finanzielle Unabhängigkeit geniesse, sei ein «matchentscheidender Vorteil», sagte der 52-jährige gelernte Elektromonteur: «Es bedeutet, dass wir das Wohl des Patienten auch wirklich in den Vordergrund unserer Arbeit stellen können.» Getragen wird die Rega, die rund 350 Mitarbeiter zählt und die im vergangenen Jahr über 14 000 Einsätze flog–knapp 11 000 davon allein im Helikopter–von über 2,5 Millionen Gönnern aus der Schweiz.

Für die Führung der Rega ergäben sich damit auch andere Schwerpunkte: «Ich kann die Rega nicht einfach nach den üblichen Management-Kennzahlen führen. Unsere Zielsetzung liegt nicht in der Umsatzmaximierung, sondern in der Lieferung möglichst hoher Qualität.» In der Führung von Spezialisten mit grosser Entscheidungskompetenz setzt Kohler auf eine spezielle Art der Motivation: «Ich kann sie mit der Schaffung von Innovation begeistern. Monetärer Druck hingegen würde der Rega grossen Schaden zufügen.»

Das Drei-V-Konzept

 Kohler, der selbst erstmals im Militär mit dem Führen einer Gruppe betraut wurde, setzt auf ein «Drei-V-Führungskonzept» wie er den Studenten erläuterte: «Verantwortung übernehmen, Vertrauen haben und Vorbild sein.» Ein Chef, der keine Verantwortung übernehme und keine Entscheidungen treffe, sei Gift für jedes Unternehmen. «Jeder Chef muss sein Handeln hinterfragen und stets erklären können», sagte Kohler.

Dazu brauche es auch Vertrauen in die eigenen Führungskompetenzen: «Man könnte meinen, je älter man wird, umso leichter fallen einem die Entscheidungen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Man kennt die Konsequenzen und weiss, dass schwierige Entscheidungen auch falsch herauskommen können.» Das bringe ihn dazu, Entscheide mehrmals zu überdenken. Auch in die Mitarbeiter müsse ein Chef viel Vertrauen haben: «Wo gegenseitiges Vertrauen herrscht, finden Zweifel und Ängste nur einen schlechten Nährboden.» Schliesslich sei er als Vorgesetzter immerzu bestrebt, auch ein Vorbild zu sein: «Und das nicht nur im Beruf, sondern in allen Lebenslagen.» Den Studenten gab Ernst Kohler abschliessend einen Ratschlag für die eigene Karriere mit auf den Weg: «Was auch immer Sie tun, machen Sie es mit Freude und Herzblut. Dann machen Sie es ganz automatisch gut.»

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