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«Regardez bien – jetzt wirds schwierig»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Im Klassenzimmer im ersten Stock machen Papier-Drachen den Schulflur unsicher. Eine Tür weiter entstehen bunte Nana-Figuren, während ein Stockwerk höher die Steinzeit neu zum Leben erweckt wird.

Im Vignettaz-Schulgebäude summt es wie in einem Bienenstock. Da wird gebastelt, geklebt, gemalt, gesungen, getanzt und gebacken. Das Besondere an der Projektwoche «Fri-bourg créativ»: deutsch- und französischsprachige Kinder sind bunt gemischt.

Quer über den Pausenhof

Den Anstoss für dieses Projekt hat die Schulleiterin der deutschen Abteilung Doris Götschmann gegeben. Bei ihrem Amtsantritt im vergangenen September war sie gar nicht begeistert von dem «Röstigraben», der sich quer über den Pausenhof zog. Die Romands in einem Gebäude, die Deutschsprachigen auf der anderen Seite – «ich dachte mir, da muss man etwas machen», so Götschmann.

Das Ergebnis ist eine viertägige Kunstwoche mit 25 verschiedenen Ateliers, zwanzig Künstlern und Helfern, die den Lehrpersonen zur Hand gehen, 240 französisch- und 70 deutschsprachige junge Teilnehmer und Teilnehmerinnen aller Altersstufen.

Dabei war während der Kunstwoche nicht nur Organisation gefragt. «Für viele Lehrpersonen ist es stressig, plötzlich eine Woche lang mit der anderen Sprache konfrontiert zu sein», bemerkt die Mathematik-Lehrerin Claudia Bischof Ouédraogo. Und: «Die Kinder lernen sich zwar kennen – aber bleiben meist trotzdem unter sich.»

Natürlich könnten Gewohnheiten nicht von heute auf morgen geändert werden, räumt Doris Götschmann ein – weder die der Schüler noch jene der Lehrpersonen. Wichtig sei ihr, einen ersten Impuls zu geben (siehe Interview).

«Französisch ist nun mal die dominante Sprache», erklärt sie weiter. Deshalb hätten viele junge Romands Mühe, sich auf Deutsch zu verständigen. «Es kann passieren, dass man die Klasse bittet, sich zu setzen – und niemand hat es verstanden», erzählt die Schulleiterin halb ironisch. Schlussendlich sei ihre Aufgabe aber, Inhalte zu vermitteln – egal ob auf Deutsch oder Französisch.

Vernissage «Fri-bourg créativ»: Heute Freitag ab 16 Uhr im Vignettaz-Schulhaus.

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