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Regen bringt Winzer ins Schwitzen

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Die Traubenlese ist für die Winzer auf dem Mont Vully in diesem Jahr ein Hochseilakt: «Wir haben kein Glück mit dem Wetter. So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Etienne Javet, der Präsident der Winzervereinigung Vully.

Der schnelle Wechsel von Sonne zu strömendem Regen mache die Organisation fast unmöglich. «Es ist wirklich schwierig. Die Arbeiter stehen bereit, aber wenn es dann wie aus Kübeln giesst, kann ich sie wieder nach Hause schicken.» Wenn das Wetter stimme, werde in dieser Saison auch am Sonntag geerntet, sagt Javet. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sehen aber nicht gut aus.

Auch ein Problem wegen des vielen Regens sei die Fäulnis. «Wir müssen die verfaulten Trauben über die ganze Saison hinweg aussortieren. Jetzt ist es wichtig, dass wir rasch ernten können, sonst verfaulen die Früchte.» Die erste Hälfte der Chasselas hätten sie bereits ins Trockene gebracht, die zweite sollte in dieser Woche folgen. Danach seien Pinot Noir, Pinot Gris, Merlot und verschiedene weitere Traubensorten an der Reihe.

Zucker beifügen ist erlaubt

Rund 50 Prozent der Sorte Chasselas werden bereits vor der Ernte herausgeschnitten. «Hätten wir dies nicht getan, wäre die Qualität in diesem Jahr eine Katastrophe», sagt Javet. Denn wenn die Sonne nicht allzu oft scheint wie in diesem Sommer und es oft regnet, reichen die Nährstoffe eines Rebstocks nicht für grosse Mengen Früchte.

Doch Javet und seine Leute haben vorgesorgt, die Trauben sind gut gereift: «Die Qualität ist gut, quantitativ haben wir jedoch Einbussen aufgrund des Wetters in dieser Saison.» Je nachdem könne auch Zucker hinzugefügt werden. «Wenn die Trauben zu wenig süss sind, dürfen wir eine gewisse Menge an Zucker beifügen, das ist kein Problem.»

Insgesamt schwieriges Jahr

Nicht nur die Ernte, auch das ganze Jahr war alles andere als leicht für die Winzer auf dem Mont Vully. Im Frühling war es warm, und die Rebstöcke wuchsen sehr schnell, dann wurde es kalt. Im Sommer fiel zwar nicht sehr häufig Regen, aber wenn es schüttete, dann in grossen Mengen. Es gebe zwar Produkte, die helfen, die Reben gegen Krankheiten zu schützen während der Wachstumsphase. «Doch diese wirken nur, wenn es nicht zu viel regnet, weil das Produkt dann ganz einfach abgewaschen wird», erklärt Javet.

Die Arbeit in den Reben sei in diesem Jahr ungewöhnlich begehrt: «Wir haben sehr viele E-Mails erhalten von Menschen, die dringend Arbeit suchen.» Viele der Anfragen stammten aus Portugal. In ihrem Familienbetrieb hätten sie jedoch Arbeiter aus der Region angestellt für die Weinlese, berichtet Javet.

«Die Qualität der

Trauben ist gut.

Quantitativ verzeichnen wir leichte Einbussen.»

Etienne Javet

Winzer und Präsident der

Winzervereinigung Vully

Staatswein: Gute Qualität trotz erschwerter Weinlese

I m oberen Teil des staatlichen Rebberges Faverges im Lavaux hat die Weinlese vor einer Woche begonnen, im unteren Teil am Mittwoch. Doch trotz etwas späterem Start als im Vully gestaltete sich die Ernte für die Winzer nicht einfach, sagt Jacques Clément, Verwalter der Staats reben. Die beiden Winzer und ihre Teams konnten den Traktor weniger einsetzen und mussten entsprechend mehr selber tragen.

Immer wieder mussten die Winzer warten, bis es keine Regentropfen mehr auf den Trauben hatte.

Man wollte ja schliesslich die Weinqualität nicht gefährden. Denn diese ist für den Jahrgang 2012 überraschend gut. «Wir hatten gedacht, es gebe ein mittleres Jahr», so Verwalter Clément. «Doch jetzt haben wir beim Weissen 92 Grad Oechsle und beim Roten über 100», weiss er mit Freude zu berichten.

Auch die Menge überrascht Clément. Im Frühling habe man gewisse Probleme gehabt und schneiden müssen, jetzt aber sei man beim Weisswein im Ziel und beim Roten nur leicht darunter, erklärt Clément. uh

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