FREIBURG 27.12.2018

Grossteil der Kosten sind gedeckt

Die Papstmesse in Genf reisst das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg nicht in die roten Zahlen. Von den Gesamtkosten von 1,98 Millionen fehlen nur noch 60 000 Franken.

Papst Franziskus besuchte am 21. Juni Genf und feierte in der Palexpo-Halle mit mehreren 10 000 Gläubigen einen Gottesdienst. Organisation und Sicherheitsvorkehrungen gingen in die Kosten. Das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg musste für diese aufkommen (die FN berichteten). Die Diözese rechnet nun dank grosszügiger Spenden mit einer ausgeglichenen Rechnung.

Die Kosten betrugen 1,98  Millionen Franken. Bis auf 60 000 Franken sind diese nun gedeckt. 44 Prozent der Kosten gingen zulasten der Sicherheit und des Mana­gements der Pilgerströme. 39 Prozent beanspruchte die Infrastruktur. Dazu gehören die Miete für die Hallen und Stühle sowie die Besoldung des Personals vor Ort. 14 Prozent wurden für das audiovisuelle Material aufgewendet, rechnet der Westschweizer Diö­zesan-Ökonom Jean-Baptiste Henry de Diesbach vor. Das restliche Geld wurde für die eigentliche Feier und den damit verbundenen Kauf von liturgischen Gefässen und Gewändern sowie von dekorativen Elementen gebraucht. «Wir konnten von der Grosszügigkeit einiger Lieferanten profitieren», fügt der Ökonom hinzu. Sonst wäre die Schlussrechnung höher aus­gefallen.

850 000 Franken Spenden

Die Kosten des Gottesdienstes entsprechen den jährlichen Ausgaben des Bistums. Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz appellierte darum an die kantonalen katholischen Körperschaften und Verbände, das Bistum finanziell zu unterstützen. Über diese Organisationen kamen 300 000 Franken zusammen. Die RKZ sprach auch eine Defizitgarantie in der Höhe von 250 000 Franken, die das Bistum gemäss dem Ökonomen jedoch nicht in Anspruch nimmt.

«Wir haben in Einzelspenden rund 850 000 Franken erhalten», sagt Jean-Baptiste Henry de Diesbach. 2500 Spender überwiesen Summen in der Höhe zwischen fünf und 50 000 Franken. 35 Prozent dieser Spenden und damit die Mehrheit kommen aus Genf, betont er. Die römisch-katholische Kirche in Genf öffnete dem Bistum zudem die Liste ihrer Spender, die sich als sehr grosszügig erwiesen.