Feldbrunnen 02.03.2018

«Sein Einsatz wird uns fehlen»

Die Schweizergarde verliert mit Markus Graf einen Förderer im Hintergrund. Graf war Stiftungsrat der Stiftung für die Renovation der Kaserne im Vatikan.

Markus Graf war einer von neun Stiftungsräten der Stiftung für die Renovation der Kaserne der Schweizergarde. Am 17. Februar ist der Architekt im Alter von 68  Jahren gestorben, wie einer Todesanzeige der Familie zu entnehmen ist. Der Immobilienfachmann war unter anderem massgeblich am Bau des ­Prime Towers in Zürich beteiligt. Von 1999 bis 2015 war er CEO von Swiss Prime Site. Er lebte in Feldbrunnen bei Solothurn.

Seit Ende August 2016 gibt es die Stiftung für die Renovation der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan. Dem Stiftungsrat gehören gleich mehrere prominente Mitglieder an, darunter Alt-Bundesrat Pascal Couchepin, Jean-Pierre Roth, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Nationalbank, und Gardekommandant Christoph Graf. Das Stiftungsratsmitglied Markus Graf gehörte hingegen zu den weniger bekannten Persönlichkeiten unter den Stiftungsräten.

Die Aufgabe der Stiftung sei es, Geld für die Renovation der Kaserne der päpstlichen Schutztruppe zu sammeln, so Stiftungsratspräsident Roth. Vor allem ermögliche sie aber auch, Fachwissen in den Bereichen Militär, Architektur und Immobilien einzubringen, über die der Vatikanstaat nicht verfüge, so Roth. Mit dem Tod von Markus Graf verliert die Stiftung nun einen wertvollen Ratgeber.

Er habe «viele Impulse» gegeben und «mit seinem ausgezeichneten Sachverstand und seiner Urteilskraft sehr viel geleistet», schreibt der Stiftungsrat in einer Todesanzeige. «Seine Persönlichkeit und sein unermüdlicher Einsatz für die Belange unserer Stiftung werden uns fehlen.»