ChÂTEL-SAINT-DENIS 10.04.2019

Trotz Methan keine Gefahr für die Bevölkerung

In einer Deponie in Châtel-Saint-Denis wurden hohe Methankonzen­trationen entdeckt. Die Ursachen werden zurzeit noch abgeklärt.

In neun Schächten der ehemaligen Deponie von En Craux in Châtel-Saint-Denis wurden hohe Methankonzentrationen nachgewiesen. Wie die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion in einem Communiqué mitteilt, hat der Staat unverzüglich Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit der in der Nähe arbeitenden Personen zu gewährleisten.

Der Kanton hat das Areal im Jahr 2017 von der Sorval AG übernommen, welche die nachbetriebliche Bewirtschaftung offenbar nicht auftragsgemäss wahrnahm, wie es heisst. Bemerkt wurde das Problem, als das Amt für Umwelt ein darauf spezialisiertes Unternehmen beauftragte, die Gasemissionen der ehemaligen Deponie zu bestimmen, in der rund 1,6 Millionen Kubikmeter Hausmüll und Abfälle von Unternehmen abgelagert sind. Bei neun der 22 analysierten Schächte besteht aufgrund der Methankonzentration prinzipiell eine Explosionsgefahr, bei zwei der Schächte ist sie akut.

«Die Bevölkerung ist nicht gefährdet», sagt Christophe Joerin, Vorsteher des Amts für Umwelt, auf Anfrage. «Auch die Arbeiten auf dem Areal können wie bislang weitergeführt werden.» Um die Sicherheit der in der Nähe abreitenden Personen zu gewährleisten, seien Sicherheitsperi­meter eingerichtet worden. Ausserdem würden rund um die betroffenen Schächte entsprechende Signalisierungen installiert. Weshalb das System für die sogenannte Ausspeisung des Gases ausgefallen sei, werde derzeit noch abgeklärt – mit dem Ziel, daraufhin die nötigen Korrekturen vorzunehmen. Wie viel Zeit und finanzielle Mittel diese beanspruchen werden, lässt sich laut Joerin noch nicht definitiv sagen.