Freiburg 08.07.2019

Unerwünschte Freundin des Bruders beleidigt

Auch heute gibt es das noch: Ein junger Mann liebt eine junge Frau, will sie heiraten – doch die Familie ist dagegen. Im Falle eines ursprünglich aus Mazedonien stammenden Mannes nahm diese Geschichte bizarre Züge an. Seine Schwägerin, die Frau seines Bruders, denunzierte die unerwünschte Beziehung zu seiner Freundin beim Amt für Bevölkerung und Migration: Bei der geplanten Heirat handle es sich um eine Scheinehe. Als die Freundin die zukünftige Schwägerin und den zukünftigen Schwager zur Rede stellte, begannen diese sie zu beleidigen. Sie bedrohten sie unter anderem mit Schlägen und schickten ihr über Tage beleidigende Textnachrichten, die unter anderem auf ihre Hautfarbe abzielten. Die Freundin versuchte die Situation zu beruhigen, doch darauf kamen neue Beleidigungen.

Sie zeigte das Paar an. Die Staatsanwaltschaft verurteilte den Schwager per Strafbefehl wegen Beschimpfung und Drohung zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à je 90 Franken ohne Bewährung – denn er war bereits zuvor straffällig geworden. Die Schwägerin wurde wegen Beschimpfung und zusätzlich wegen einer Schwarzfahrt im Bus zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen à je 90 Franken mit Bewährung sowie einer Busse von 400 Franken verurteilt.

nas