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Regionalverband wählt Mittelweg

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Der Regionalverband See (RVS) hat ein Problem: Seit einigen Jahren reichen die personellen und finanziellen Mittel nicht mehr aus, um die Aufgaben in der Wirtschafts- und Tourismusförderung zu erfüllen. Der Verband kämpft bei einem Jahresbudget von knapp 400 000 Franken mit einem strukturellen Defizit von 50 000 Franken. Bisher konnte der Fehlbetrag jeweils über Reserven gedeckt werden, doch in Zukunft ist das nicht mehr möglich. Zudem fliessen künftig aufgrund der Sparmassnahmen des Kantons pro Jahr 20 000 Franken weniger Subventionen in die RVS-Kasse. «Deshalb haben wir eine Analyse der Aufgaben vorgenommen und ein Konzept erstellt», sagte RVS-Präsident Daniel Lehmann am Dienstag in Murten vor den Delegierten.

Der Grund für das strukturelle Defizit liegt darin, dass die Aufgaben des RVS stetig gewachsen sind, während die zur Verfügung gestellten personellen und finanziellen Mittel unverändert blieben.

Drei mögliche Szenarien

Das an der Versammlung vorgestellte Konzept beinhaltet drei Zukunftsszenarien mit unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen: Die erste Variante beinhaltet eine Vorwärtsstrategie, bei welcher der RVS seine heutigen Aufgaben weiterentwickeln würde. Dazu müssten die Verbandsgemeinden mit einer massiven Beitragserhöhung das bestehende Defizit decken und eine neue 50-Prozent-Stelle finanzieren. Der jährliche Beitrag der Seebezirksgemeinden an den RVS würde von heute rund 50 000 auf rund 190 000 Franken ansteigen.

Beim zweiten Szenario würde der RVS auf zusätzliche Stellenprozente verzichten, die Gemeinden müssten aber zur Deckung des strukturellen Defizits dennoch 70 000 Franken mehr beitragen. Für die Tätigkeit des Verbandes würde dies eine Art Status quo mit gewissen Abstrichen bedeuten: Die heutigen Aktivitäten könnten nicht weiterentwicklet und gewisse Aufgaben müssten zurückgeschraubt werden.

Das dritte Szenario sieht die Beibehaltung des heutigen Budgets ohne zusätzliche Mittel zur Deckung des Defizits vor. Damit würden für die Gemeinden keine neuen Kosten anfallen, der RVS müsste aber deutlich zurückbuchstabieren: Der aktuelle Fehlbetrag von 70 000 Franken müsste über die Streichung von Aktivitäten eingespart werden. Dies wäre «das Katastrophenszenario», sagte Daniel Lehmann vor den Delegierten.

Gemeinden für Status quo

So weit will es der RVS-Vorstand aber nicht kommen lassen: Wie Lehmann mitteilte, empfiehlt der Vorstand den Mittelweg, also die Erhaltung des Status quo. Zu diesem Schluss sei man aufgrund der Diskussion mit den Gemeinden und deren Rückmeldungen gekommen. «Die Feedbacks waren sehr breit gestreut», so Lehmann. Es habe sowohl Gemeinden gegeben, die sich für eine Vorwärtsstrategie ausgesprochen hätten, wie auch solche, welche die Minimalvariante angestrebt hätten. «Der Vorstand ist zum Schluss gekommen, dass das erste Szenario für die Region zwar das Richtige wäre, es aber nicht realistisch ist», so Lehmann. Dies nicht zuletzt aufgrund der schwierigen finanziellen Situation, in der sich viele Gemeinden befänden. «Wenn der Bedarf für eine Weiterentwicklung konkreter wird, werden wir das aber wieder vorbringen», so Lehmann.

Den definitiven Entscheid darüber, mit welchem Szenario der RVS in die Zukunft geht, fällt der Verband der Gemeinden des Seebezirks im Mai: Der Gemeindeverband bezahlt die Beiträge der Gemeinden an den RVS.

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