Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Reise ins Universum des Jules Verne

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Reise ins Universum des Jules Verne

Autor: Carole Schneuwly

Reise zum Mittelpunkt der Erde», «20 000 Meilen unter dem Meer» oder «In 80 Tagen um die Welt»: Mit diesen und vielen anderen Abenteuer- und Science-Fiction-Romanen hat der französische Schriftsteller Jules Verne (1828-1905) Generationen von Jugendlichen und Erwachsenen begeistert. Der Erfolg seiner Geschichten ist bis heute ungebrochen. Ab 1869 wurden seine Werke in unzählige Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt verkauft; Jules Verne wurde zum meistübersetzten Schriftsteller seiner Zeit.

Über neunzig Romane

Schon mit seinem ersten Roman «Fünf Wochen im Ballon», der 1863 erschien, schaffte Verne den Durchbruch als Autor und konnte fortan vom Schreiben leben. Sein Verleger Pierre-Jules Hetzel verpflichtete ihn zu weiteren Reise- und Abenteuerromanen mit mehr oder weniger grossem Science-Fiction-Anteil.

In den Sechziger- und Siebzigerjahren erschienen weitere erfolgreiche Bücher; 1872 feierte Verne mit «In 80 Tagen um die Welt» seinen grössten Erfolg. Der studierte Jurist schrieb und publizierte bis kurz vor seinem Tod. Am Ende brachte er es auf über neunzig Romane, wobei die meisten, vor allem die späten, rasch in Vergessenheit gerieten.

Gespür für die Technik

Jules Vernes Universum umfasst die ganze Erdkugel, reicht in die Tiefen der Meere, hoch in die Lüfte und schliesslich gar ins Weltall. Seine Bücher, die er selber als «wissenschaftlich belehrende Romane» bezeichnete, enthalten zahlreiche Informationen über Geschichte und Geografie, über Fauna und Flora. Sein Wissen stammte nicht zuletzt aus regelmässigen Kontakten mit Naturwissenschaftlern und Erfindern. Diese lieferten ihm auch die Ideen für seine fantastischen Erfindungen, etwa die für die damalige Zeit revolutionären Fortbewegungsmittel unter Wasser oder in der Luft. Mit seinem Gespür für die Technik nahm Verne in seinen Büchern manche spätere Entwicklung vorweg.

All diese Aspekte von Vernes Leben und Werk sind seit dem vergangenen Samstag im Maison d’Ailleurs in Yverdon-les-Bains zu entdecken: Der «Espace Jules Verne» ist eine Dauerausstellung im ehemaligen Casino gleich neben dem Hauptgebäude. Für 1,8 Millionen Franken liess die Stadt Yverdon-les-Bains das Casino renovieren und mit einer Passerelle mit dem Maison d’Ailleurs verbinden. Fast eine Million Franken, von der Stiftung selbst aufgebracht, kosteten Konzeption und Einrichtung der Räume.

Einzigartige Kollektion

Dabei wurden historische Elemente des 1842 errichteten Casinos, etwa die Holzverkleidung des Hauptsaals, erhalten, um dem «Espace Jules Verne» einen zeitgemässen Charakter zu verleihen. Die Szenerie wirkt wie eine Ausstellung in einer Bibliothek. Dies entspricht dem Konzept für die neuen Räume, die gleichzeitig ein Zentrum für Forschung und Dokumentation sind.

Herzstück des «Espace Jules Verne» ist eine umfassende Sammlung, die der Schweizer Verne-Experte Jean-Michel Margot (siehe Kasten) 2003 der Stadt Yverdon-les-Bains geschenkt hat. Jahrzehntelang hatte der Geologe und Informatiker literarisches und anderes Material über Jules Verne gesammelt. Die Kollektion umfasst seltene und einzigartige Editionen, Plakate, Presseausschnitte, Aufsätze, Biografien und vieles mehr. So sind in der Ausstellung etwa handgeschriebene Notizen zu sehen oder eine vollständige Kollektion der «Aussergewöhnlichen Reisen», die der Nichte von Herausgeber Hetzel gehörte.

Reiche Ikonografie

Weitere Höhepunkte der neuen Dauerausstellung sind Modelle der Transportmittel aus Vernes Werken, Kurzfilme, eine Multimedia-Station oder eine bewegliche Plakatwand, deren mechanisches System an die Technik des 19. Jahrhunderts erinnert. Diese Plakatwand, das sogenannte «Affichotron» zeigt anhand von alten Plakaten und von reproduzierten Gravuren die überaus reiche Ikonografie rund um Jules Verne. Diese rührt nicht zuletzt daher, dass Pierre-Jules Hetzel schon 1864 entschied, dass künftig alle Verne-Romane illustriert werden müssten.

Ein zweiter Teil des «Espace Jules Verne» ist schliesslich der Pulps-Sammlung des Amerikaners Malcolm Willits gewidmet. Die Pulps-Magazine waren ein Phänomen der angelsächsischen Science-Fiction-Literatur der ersten Häfte des 20. Jahrhunderts.

Maison d’Ailleurs, Pestalozziplatz 14, Yverdon-les-Bains. Mi. bis Fr. 14 bis 18 Uhr, Sa. und So. 11 bis 18 Uhr. www.ailleurs.ch.

Mehr zum Thema