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Rekordaufmarsch und Lehrstunde

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Die Freiburger Eishockey-Fans scheinen den Beginn der neuen Saison herbeizusehen. Nicht weniger als 4800 Zuschauer verfolgten am Samstag im St. Leonhard das erste Testspiel Gottérons. Für eine Vorbereitungspartie der Freiburger ein Zuschaueraufmarsch, der mit Blick auf die vergangenen Jahre beispiellos ist. «Wir waren alle sehr überrascht, so viele Fans zu sehen», sagte Gottéron-Stürmer Andrei Bykow nach dem Spiel.

Ein Grund für das grosse Interesse war sicherlich der attraktive Gegner. Das russische Starensemble des SKA St. Petersburg ist für Eishockeyliebhaber ein hochinteressantes. Aus Freiburger Sicht allein schon deshalb, weil seit diesem Frühling Slawa Bykow beim russischen KHL-Spitzenklub an der Bande steht. Er ist nicht die einzige hochinteressante Personalie. Mit Wiktor Tichonow steht beispielsweise der Enkel des gleichnamigen legendären Sowjet-Trainers bei St. Petersburg unter Vertrag, mit Ilja Kowaltschuk einer der weltbesten Spieler überhaupt. Derjenige Kowaltschuk, der in 816 NHL-Spielen ebenso viele Skorerpunkte gesammelt hat, der 2010 bei den New Jersey Devils einen 15-Jahres-Vertrag über 100 Millionen Dollar unterschrieb und sich letztes Jahr im Alter von 30 Jahren überraschend dafür entschied, den Kontrakt nicht zu erfüllen, sondern zu St. Petersburg zu wechseln.

Ohne Sprunger und Plüss

Die Russen waren somit zwar ein attraktiver, für ein erstes Testspiel aber auch denkbar unangenehmer Gegner. Zumal sich das mit zahlreichen Weltmeistern bestückte Starensemble bereits deutlich länger im Eistraining befindet als Gottéron. Es war deshalb nicht überraschend, dass es Freiburg bei der 2:7-Niederlage nicht besser erging als dem HC Davos, der am Donnerstag gegen St. Petersburg mit 1:6 untergegangen war. Die Russen waren sowohl körperlich, als auch technisch stärker als die Freiburger, was sich vor allem in der Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor zeigte. Nach einem kurzen Strohfeuer Gottérons und dem frühen Führungstreffer durch Thibaut Monnet hatte St. Petersburg stets alles im Griff. «Wir haben gegen ein grosses Team gespielt, das bereits viele Testspiele absolviert hat», sagte Andrei Bykow, der dem gegnerischen Klub-TV auch Interviews auf Russisch gab.

Zwei junge Verteidiger auf dem Sprung

Das Spiel entsprach in etwa den Erwartungen von Gottéron-Trainer Hans Kossmann. «Mir ist so ein grossartiger Gegner lieber als einer, den man ohne Probleme schlägt, und dann denkt, wie stark man sei.» Gefehlt haben auf Freiburger Seite nebst Sandy Jeannin der rekonvaleszente Julien Sprunger sowie Benjamin Plüss, der sich mit leichten Adduktorenproblemen herumschlägt. Kossmann ist jedoch überzeugt, dass Sprunger und Plüss zum Saisonstart am 12. September in Topverfassung sein werden.

Schlüsse sind aus dem Test selbstredend kaum zu ziehen. Stürmer Jeff Tambellini blieb bei seinem ersten Auftritt im Gottéron-Dress an der Seite von Marc-Antoine Pouliot genauso blass wie der Rest der Mannschaft. Goalie Melvin Nyffeler verzeichnete eine erste Punkteniederlage gegen Benjamin Conz, der in seinen 30 Minuten Einsatzzeit, als seine Vorderleute allerdings auch noch deutlich besser spielten, nur zwei Gegentore kassierte, während es bei Nyffeler danach fünf waren. Die einzige wirkliche Erkenntnis war jedoch, dass in Gottérons Verteidigung in dieser Saison junge Spieler Bewährungschancen erhalten werden. Durch den Abgang von Alain Birbaum, der nicht durch einen Neuzugang kompensiert worden ist, gehören mit Maxime Montandon und David Wildhaber zwei junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu den Top 9. Der 204 Zentimeter grosse Montandon kam bereits letzte Saison vereinzelt zu Kurzeinsätzen im Fanionteam. Der 20-Jährige kann nicht mehr bei den Junioren spielen und gehört fix zur ersten Mannschaft. «Er fühlt sich besser und besser. Ich bin zuversichtlich, dass er seinen Platz finden wird», sagt Kossmann.

Wildhabers gelungene Premiere

Eine Premiere war die Partie vom Samstag für David Wildhaber. Der 19-Jährige stand letzte Saison zwar bereits mehrmals auf dem Matchblatt, aber noch nie auf dem Eis. Der ehemalige SCB-Junior, der in Spiez aufgewachsen ist, seit 2011 aber für Gottéron spielt und mittlerweile in Freiburg wohnt, zeigte ein gutes Debüt und stand trotz regelmässiger Einsätze bei keinem Gegentor auf dem Eis. «Am Anfang war ich nervös. Kowaltschuk stand oft als Spieler in meiner Mannschaft – aber nur auf der PlayStation. Und plötzlich spielte ich bei meinem ersten Shift gleich gegen ihn und er versuchte gleich, mich zu checken. Das war schon speziell.» Wildhaber ist in dieser Saison noch für die Junioren spielberechtigt. «Er befindet sich auf einem guten Weg», sagt Kossmann über den Nachwuchs-Nationalspieler, der mit 185 Zentimetern und 90 Kilogramm bereits Gardemasse besitzt. «Er ist noch für die Elite-A-Junioren vorgesehen, wird aber auch bei uns seine Chancen erhalten.» Die nächste wohl bereits am Mittwoch, wenn Gottéron im Rahmen der Hockeyades im Vallée de Joux auf Lausanne trifft.

 

Gottéron-Legende Slawa Bykow wurde von 4800 Freiburger Fans gefeiert. Bild Corinne Aeberhard

«Kowaltschuk stand oft als Spieler in meiner Mannschaft – aber nur auf der PlayStation.»

David Wildhaber

Debütant bei Gottéron

Telegramm

Gottéron – Petersburg 2:7 (1:2, 0:2, 1:3)

St. Leonhard.–4800 Zuschauer.–SR: Eichmann/Bielmann.

Tore:2. Monnet (Dubé, Huguenin) 1:0. 8. Ponikarowski (Chudinow, Ketow) 1:1. 17. Panarin (Shipachew, Dadanow) 1:2. 35. Panarin (Shipachew; Strafe angezeigt) 1:3. 38. Kalinin (Kowaltschuk) 1:4. 44. Kowaltschuk (Tichonov) 1:5. 49. Sergeew (Ketow, Kablukov) 1:6. 52. Mottet (Kwiatkowski) 2:6. 60. Panarin (3 gegen 4) 2:7.

Strafen:4-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 6-mal 2 Minuten gegen St. Petersburg.

Gottéron:Conz (30. Nyffeler), Ngoy, Kwiatkowski; Huguenin, Helbling; Kamerzin, Schilt; Abplanalp, Wildhaber; Montandon; Brügger, Bykow, Hasani; Mauldin, Dubé, Monnet; Fritsche, Ness, Vauclair; Mottet, Pouliot, Tambellini, Maillard, Knutti.

Bemerkungen:Gottéron ohne Sprunger (Rekonvaleszent), Plüss und Jeannin (beide verletzt).

Mark Streit: Training bei Gottéron

Bereits heute erstmals befindet sich bei Gottéron ein prominenter Gast im Training: Mark Streit. Der NHL-Verteidiger der Philadelphia Flyers hat in den letzten Jahren in der Vorbereitung jeweils beim SC Bern mittrainiert. Der neue SCB-Trainer Guy Boucher will jedoch nicht mehr, dass Streit oder seine NHL-Kollegen Roman Josi und Yannick Weber im Mannschaftstraining mitmachen, weil das Kader zu breit sei. Deshalb wird Streit in den nächsten Wochen vereinzelt mit Gottéron trainieren, dem Klub also, bei dem seine grosse Karriere ihren Anfang nahm, als der heute 36-Jährige in der Saison 1995/96 bei Freiburg seine erste Saison als Profi bestritt. fm

 

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