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Rekordjahr für die Freiburger Schulen

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45 084, dies die Summe, wenn die Statistiker der Erziehungsdirektion die Schülerzahlen 2013/2014 zusammenzählen. Das sind laut Mitteilung über 1800 Schülerinnen und Schüler mehr als im Vorjahr. Das Rekordwachstum sei auf die Einführung des zweiten Kindergartenjahres zurückzuführen.

Ein fünfjähriger Prozess findet damit den Abschluss.Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. «Es war ein komplexer Prozess. Es gab ein langes Entscheidungsverfahren, die Gemeinden mussten die Infrastruktur finden und wir mussten zusätzliche Ausbildungen organisieren», erinnert sie sich. Laufend musste evaluiert, korrigiert und das Vorgehen der jeweiligen Situation angepasst werden. «Wirwaren gut vorbereitet, am Tag der Einführung zeigten sich keine Probleme.»

Weniger Kinder pro Klasse

Im Kanton Freiburg werden rund 370 Kindergartenklassen geführt, welche von rund 7000 Kindern besucht werden. Eröffnet werden in französischsprachigen Schulkreisen netto 41,5 Kindergartenklassen. Imdeutschsprachigen Kantonsteil werden 8,5 neue Klassen aufgestellt: drei in der Stadt Freiburg, eine in der Freien öffentlichen Schule (FOS), je eine in Murten, Düdingen, Tafers, Brünisried, Überstorf sowie 0,4 in der FOS Courtepin. In Schmitten wurde eine Klasse gestrichen.

In den deutschsprachigen Kindergärten werden in 88 Klassen rund 1600 Kinder betreut. Dies entspricht einem Schnitt von 18,4 Kindern pro Klasse, in den französischen Klassen sind je 19 Kinder.

Zahl der Klassen sinkt

In den Primarschulen des Kantons lernen über 20 500 Kinder das ABC, eingeteilt in 1050 Klassen. Insgesamt stieg die Zahl der Schüler um rund 570 und der Klassen um 9,5. Auch hier zeigt sich, dass imdeutschsprachigen Kantonsgebiet das Wachstum wenigerstark ist. Rund 4750 Kinder besuchen die 244 deutschfreiburger Primarklassen, 100 Schüler mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Klassen ist dabei leicht gesunken: Den eröffneten in Freiburg und Wünnewil stehen geschlosseneKlassen im Schulkreis ABGRU,in Gurmels, Brünisried undSt. Ursen entgegen. Die Klassengrössen glichen sich in den beiden Kantonsteilen an.

Weniger Deutschsprachige

Die 21 Orientierungsschulen werden von total 11 000 Schüler besucht, was einem Plus von netto 140 Schülern oderdrei Klassen entspricht. InDeutschfreiburg stagnierte die Zahl der Schüler, und die Klassenzahl sank um fünf. Netto verbleiben dort 2600 Orientierungsschüler in 144 Klassen. Die Fachmittelschulen wachsen deutlich weiter, während die Schülerzahlen in Gymnasien und Handelsmittelschulen gesunken sind. Diese drei Schultypen werden von 5600 Jugendlichen besucht.

Chassot bestätigt, dass dieSchulen im französischenSprachgebiet rascher wachsen.Das habe mit der Bevölkerungsentwicklung vor allem inden Südbezirken zu tun. Als sie ihr Amt antrat, war dieLage vergleichbar, so Chassot: Die Zuwanderung vor allemaus dem Kanton Bern liessdie Schülerzahlen in Deutschfreiburg anschwellen. Damals war ein Drittel der Schüler deutschsprachig, heute ist es ein Viertel.

Die Schülerzahlen werden wohl stetig weiterwachsen, so Chassot, es sehe aber nicht aus, als ob sich das sprachliche Verhältnis ändere.

Wenig Nachwuchssorgen

Im aktuellen Schuljahr waren in Kindergärten und Primarschulen des Kantons 300 Stellen neu zu besetzen, davon 50 im deutschsprachigen Kantonsteil. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

An den OS gab es knapp 50 Ausschreibungen. Im Sommer 2012 wurden in den OS 90 neue Stellen besetzt. In den Kollegien mussten zwölf Stellen ausgeschrieben werden, gegenüber 17 im Vorjahr. Bei der Rekrutierung stellten die OS Schwierigkeiten bei der Suche nach Lehrern für den Fremdsprachen- und Hauswirtschaftsunterricht sowie für die gestalterischen Fächer fest, vor allem im welschen Kantonsteil.

Chassot ist zuversichtlich. Ein noch unveröffentlichter Bericht belege, dass kein Lehrermangel zu befürchten sei. Der Nachwuchs aus den Pädagogischen Hochschulen sei gewährleistet und die Alterspyramide ausgeglichen. «Die Studierendenzahlen steigen und wir haben viele jüngere Lehrpersonen.»

Lehrpläne sind im Plan

Während die Einführung des Westschweizer Lehrplans vorangetrieben wird, laufen die Vorarbeiten am deutschsprachigen Lehrplan 21 entsprechend den Erwartungen. Er soll ab 2014 in die Detailplanung gegeben werden. ImRahmen der Reform desSprachunterrichts wird kantonsweit der Englischunterricht ab dem fünften Primarschuljahr eingeführt.

Die ersten Gemeinden im Norden des Kantons haben gestern den Unterricht aufgenommen (siehe Kasten), der Hauptharst der Kindergarten-,Primar- und Orientierungsschüler tritt am Donnerstag das Schuljahr an. Am Montag geht es für die Schüler des Interkantonalen Gymnasiums der Broye los, am 2. September beginnen die Kollegien, Handels- und Fachmittelschulen mit dem Unterricht.

Schule Kerzers: Zwischen Bern und Freiburg

W ir richten unseren Schulkalender so wohl nach den Berner Ferien wie auch nach denjenigen im Kanton Freiburg aus», erklärt Dorli Blaser, Schulleiterin der Primarschule Kerzers. Deshalb beginnt in Kerzers das Schuljahr in der Mitte zwischen dem Schulstart in Bern und dem Schulstart in Freiburg. Der Grund dafür liegt laut Blaser nicht bei ihnen: Im Schulkreis ABGRU gehen einige Schülerinnen und Schüler an die Oberstufe Murten mit dem Freiburger Schulkalender und andere nach Kerzers – mit bernischer Ferienplanung. Der Schulstart in der Mitte sei eine Kompromisslösung, die für Familien mit Kindern in beiden Schulkreisen annehmbar sei, so Blaser.

In diesem Schuljahr besuchen in Kerzers 466 Kinder die Primarschule oder den Kindergarten. Sie werden in 26 Klassen von 51 Lehrpersonen unterrichtet. Laut Blaser mussten nur vier Stellen neu besetzt werden. An der Orientierungsschule Kerzers starteten laut Angaben des Sekretariats insgesamt 265 Schüler verteilt auf 16 Klassen ins neue Schuljahr. Sie werden von insgesamt 38 Lehrpersonen betreut. Abgesehen von Stellvertretungen ist das Lehrerteam unverändert geblieben. luk

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