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Rekurs gegen Bewilligung zum Graureiherabschuss

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Autor: walter buchs

freiburg Die Naturschutzorganisationen Schweizer Vogelschutz (SVS) und Pro Natura rekurrieren beim Bundesgericht gegen einen Entscheid des Freiburger Kantonsgerichts. Wie die beiden Organisationen am Montag bekannt gaben, wollen sie damit prüfen lassen, ob eine von den Freiburger Richtern genehmigte Abschussbewilligung gegen das eidgenössische Jagdgesetz verstösst.

Schutz der Züchter

Das kantonale Amt für Wald, Wild und Fischerei hatte im Februar 2007 eine Graureiher-Abschusserlaubnis für vier Fischzüchter um zwei Jahre verlängert. Gegen diesen Entscheid erhoben der SVS und Pro Natura auch im Namen anderer Vereinigungen wie des Ornithologischen Vereins Freiburg Beschwerde beim Kantonsgericht. Dieses hatte den Rekurs im vergangenen Monat November abgewiesen. Es hielt in seinem Entscheid fest, man könne von den Fischzüchtern nicht erwarten, dass sie mehrere zehntausend Franken in Schutzeinrichtungen investierten, solange die geschützten Vögel nicht vom Aussterben bedroht seien.

Das eidgenössische Jagdgesetz sieht vor, dass die Kantone nur einzelne geschützte Tiere erlegen dürfen, wenn diese nachweislich grossen Schaden anrichten. Der systematische Abschuss von Vögeln an einem bestimmten Ort wie bei Fischzuchtanlagen verstösst nach Auffassung der Naturschutzorganisationen gegen das Gesetz. Trotz der Beratung von Seiten der Naturschutzorganisationen hätten die betroffenen Fischzuchten zudem ungenügende Schutzmassnahmen getroffen, um ihre Anlagen vor dem Graureiher zu schützen.

Mehr Abschüsse als Jungtiere

Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, sind in Freiburger Fischzuchtanlagen in den vergangenen zehn Jahren bereits 1400 Graureiher geschossen worden. Dies gefährde den Bestand dieser geschützten Vögel. Die rund 60 Brutpaare im Kanton würden im Durchschnitt pro Jahr etwa 120 Jungvögel aufziehen.

Schliesslich wird daran erinnert, dass Graureiher – ihr Bestand ist mit landesweit etwa 1500 Brutpaaren insgesamt stabil – sich bei Weitem nicht nur von Fischen und Amphibien ernähren. Bekanntlich seien sie häufig auf Feldern zu sehen, wo sie eine grosse Menge an Mäusen fangen.

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