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Religionsunterricht im Kindergarten

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Autor: Marc Kipfer

Murten Ab dem übernächsten Schuljahr wird der Kindergarten im ganzen Kanton Freiburg zwei Jahre dauern. Staatsrätin Isabelle Chassot hat sich darum Ende 2009 an die evangelisch-reformierte Kirche gewandt. Chassot fragte, ob die Kirche den Religionsunterricht auf den zweijährigen Kindergarten ausweiten wolle. Die Kantonsverfassung gibt der Kirche dieses Recht.

Entscheid bis im März

An ihrer Herbstsynode haben sich die Kirchenparlamentarier am Montag in Murten mit dieser Frage auseinandergesetzt. Am Ende beschlossen sie, jede Kirchgemeinde solle dies bis Ende März 2012 für ihre Region selber entscheiden. Wenn mindestens sechs der 16 Kirchgemeinden ihr Interesse bekunden, stellt die Kantonalkirche die nötige Unterstützung bereit. Es müsste dann ein Lehrplan für die beiden Kindergartenjahre ausgearbeitet werden. Die katechetisch tätigen Personen müssten sich zusätzlich weiterbilden.

Synodalratspräsident Daniel de Roche erklärte gestern vor den Medien, warum manche Gemeinden Nein sagen könnten. Die französischsprachigen Gemeinden seien eher positiv gesinnt, bei einigen deutschsprachigen Gemeinden gebe es hingegen Bedenken, etwa wegen fehlender personeller Ressourcen. Und man könne sich auch fragen, ob es gut sei, die Kinder in diesem Alter mit einer weiteren Lehrperson zu konfrontieren. «Wir stehen am Anfang eines Reformprozesses», sagte de Roche. «Langsam kommt aber die Idee auf, dass wir blöd wären, wenn wir es nicht machten.»

Religions-Halbtage

Wenn der Entscheid positiv ausfalle, gehe man eher nicht von einem wöchentlichen Unterricht aus, erklärte de Roche. Eher denkbar seien jährlich vier Halbtage, vielleicht rund um die christlichen Feiertage.

Mit den Schulen hat die Kirche bisher keine Gespräche geführt, da nicht klar sei, wie der Staatsrat auf den Bescheid der Kirche reagieren werde.

Bereits beschlossen hat die Synode am Montag, wie es mit dem Religionsunterricht der Erst- bis Neuntklässler weitergehen soll. Nämlich möglichst so wie bisher – auch unter dem neuen Schulgesetz, das der Kanton zurzeit ausarbeitet.

Das Budget 2012 der Synodalkasse ist ausgeglichen bei Einnahmen und Ausgaben von je 1,85 Millionen Franken. Die Synode beschloss, den Stiftungen «KulturgutBibel» und«Bibel und Orient» Beiträge von zusammen 10000 Franken zu überweisen. Die Finanzkommission hatte zuvor gefordert, diese Beiträge zu streichen.

Zum neuen Präsidenten der Synode ist einstimmig Frédéric Noyer aus Sugiez gewählt worden. Der 35-Jährige folgt auf Gerhard Bartels, der nicht mehrim Kanton Freiburg wohnt.

Synode: Wenig Geld für Kommunikation

Ein neues Logo, eine bessere Website, ein neuer Newsletter: So möchte der Synodalrat die Kommunikation der reformierten Kirche Freiburgs verbessern. Er findet diese zurzeit ungenügend. Die Öffentlichkeit habe Vorurteile, und auch die Mitglieder selber seien zu wenig über ihre Kirche informiert, heisst es in einer internen Studie. Schlechte Kommunikation erschwere die Herausbildung eines «Wir-Gefühls». Statt der 50000 Franken, die der Synodalrat vorschlug, genehmigte die Synode am Montag allerdings nur 20000 Franken, um die Kommunikation zu verbessern.mk

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