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Reto Berra hext Gottéron zum Sieg

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Eigentlich sprach vor diesem Romand-Derby wenig für Gottéron, musste es doch mit einer arg dezimierten Mannschaft antreten. Auf der anderen Seite stand ein Lausanne, das zuletzt von Sieg zu Sieg geeilt war und mit ziemlich viel Selbstvertrauen an die Saane gereist war. Ihr frühes 1:0-Führungstor durch den nächstjährigen Gottéron­stürmer Yannick Herren schien die Selbstsicherheit bei den Gästen noch zu verstärken. Erst das Ausgleichstor von Goldhelm Killian Mottet bei Spielmitte, als nur je vier Feldspieler auf dem Eis standen, kehrte diesen spannenden, aber spielerisch nie hochstehenden Match. Auf die erstmalige Führung der Gastgeber ein paar Minuten später hatten dann die doch insgesamt enttäuschenden Waadtländer keine Antwort mehr. Mit diesem zweiten Heimsieg in Folge haben die Freiburger den Anschluss an den Playoff-Strich wiederhergestellt, nach Verlustpunkten steht man sogar über dem ominösen Strich. Lausanne seinerseits wird sich in den kommenden Wochen steigern müssen, will es Ende Saison die hochgesteckten sportlichen Ziele erreichen. Der Gast hatte optisch zwar etwas mehr vom Spiel, Freiburg aber komischerweise die klareren Chancen.

Berra, ein wichtiger Rückhalt

Wohl jedem im Stadion war nach diesem Match klar, warum Gottéron trotz eines schlechteren Torschussverhältnisses (23:38) trotzdem als glücklicher Sieger vom Eis gehen konnte: Seit Wochen präsentiert sich Nationalgoalie Reto Berra in Hochform und ermöglicht dadurch seiner Mannschaft, Spiele auch mit wenig erzielten Toren zu gewinnen. Trainer wie auch Mannschaftskollegen wussten dann nach der Partie auch sofort, bei wem sie sich hauptsächlich für diesen Sieg zu bedanken hatten. Goldhelm und Doppeltorschütze Killian Mottet sagte, dass seine beiden Treffer für das Team sicher wichtig gewesen seien, aber dass sie wohl nichts genützt hätten ohne die vielen Paraden von Berra. Trainer Christian Dubé, der von einer grossen Mannschaftsleistung sprach, meinte gelassen, dass man trotz eines schlechten ersten Drittels nie den Kopf verloren habe und sich klar steigern konnte.

Gottéron weist zurzeit mit nur 89 Gegentoren hinter Servette die zweitbeste Abwehr der Liga aus. Lausanne kam denn gegen die bis auf wenige Ausnahmen sicher stehende Heimabwehr kaum zu klaren Torchancen. Und was doch zwischendurch den Weg Richtung Freiburger Tor fand, war bei Reto Berra bestens aufgehoben. Pech für sein Gegenüber Tobias Stephan, der ebenfalls fehlerfrei spielte, aber bei den Toren von Mottet ganz ­einfach keine Abwehrchance hatte.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Im Lager der Lausanner war nach dem Spiel ein reges Kopfschütteln zu beobachten. Manch einer dürfte sich nach der dritten Saisonpleite gegen Gottéron die Frage gestellt haben, wann man die Freiburger bezwingen will, wenn nicht an diesem Abend. Praktisch mit dem kompletten Kader angetreten, blieben beim Gast an diesem Abend Spieler wie Christoph Bertschy und Joël Vermin zusammen mit den vier Söldnern ihrem Ruf vieles schuldig. Pechvogel der Partie wurde am Schluss Neuzukauf Philip Holm: Der langjährige NHL-Crack machte vor dem Game-Winning-Goal von ­Mottet einen kapitalen Fehler, als er es verpasste, hinten ­ab­zu­sichern.

Beim HCF kam im ersten Drittel der Junior Nicolas Hasler – er hatte bisher nur bei den Düdingen Bulls in der Swiss Regio League Erfahrung im Aktiven-Eishockey geholt – in der vierten Linie zu ein paar wenigen Einsätzen. Mit zunehmender Spieldauer brachte Gottéron hauptsächlich nur seine zwei ersten Blöcke auf das Eis und hatte so zwischendurch noch die eine oder andere Möglichkeit für ein weiteres Tor.

Lage am Strich spitzt sich zu

Mit diesem Sieg hat sich Gottéron im Kampf um die Playoffs wieder in eine aussichtsreichere Position gebracht. 14 Runden vor Schluss der Qualifikation deutet vieles auf einen Fünfkampf um die zwei letzten Plätze an der Sonne. Aber selbst Biel könnte nach seiner Niederlagenserie noch in den Strichkampf verwickelt werden. Im Moment haben die zwei Berner Vereine Langnau und Bern in diesem heissen Rennen ­punktemässig noch leicht die Nase vorne, Gottéron lauert jedoch dahinter. Coach Christian Dubé erwartet deshalb einen harten Kampf, in dem am Ende jeder Punkt entscheidend sein könnte.

Klar, dass solche hart erkämpften Siege wie gegen Langnau und nun Lausanne nicht nur gut für das Punktekonto sind, sondern auch für das Selbstvertrauen des Teams. Zweimal haben die Drachen zuletzt gezeigt, dass sie auf Rückstände reagieren können, was meistens das Attribut von erfolgreichen Mannschaften ist. Sich aber immer wieder so auf die Leistungen ihres Goalies zu verlassen, dürfte jedoch nicht die richtige Taktik sein. Vorweg in Auswärtsspielen und bei einem klareren Rückstand ist denn auch vermehrt offensive Kreativität vonnöten.

Sonntag und Montag hat Coach Dubé seinen Spielern frei gegeben, damit sie ihre Batterien aufladen können. Die Schlüsselspieler mussten auch wegen des Ausfalls von Viktor Stalberg Doppelschichten leisten. Am kommenden Wochenende spielt Gottéron am Freitag in Davos, dann dürfte ­Flavio Schmutz nach seiner Verletzung wieder zurück sein. Am Tag danach kommt der noch amtierende Meister SC  Bern in das St. Leonhard. Da werden die Frei­burger wieder alle ihr Kräfte be­nötigen.

Telegramm

Gottéron – Lausanne 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)

6500 Zuschauer (ausverkauft). – SR Fluri/Kaukokari, Fuchs/Schlegel. Tore: 5. Herren (Frick) 0:1. 30. Mottet (Abplanalp/Ausschlüsse Moy; Chavaillaz) 1:1. 36.  Mottet (Boychuk, Abplanalp) 2:1. 60.  (59:58) Bykow 3:1 (ins leere Tor). Strafen: je 3-mal 2 Minuten.

Freiburg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Abplanalp, Marti; Gähler; Brodin, Bykow, Schmid; Vauclair, Marchon, Lhotak; Sprunger, Boychuk, Mottet; Lauper, Mojonnier, Hasler.

Lausanne: Stephan; Heldner, Grossmann; Lindbohm, Frick; Genazzi, Holm; Nodari; Bertschy, Jooris, Kenins; Moy, Emmerton, Vermin; Almond, Jeffrey, Herren; Traber, Froidevaux, Leone.

Bemerkungen: Gottéron ohne Desharnais, Forrer, Furrer, Rossi, Schmutz, Walser (alle verletzt) und Stalberg (gesperrt), Lausanne ohne Antonietti (verletzt), Boltshauser (krank) und Junland (überzählig). – Time-out Lausanne (60.). – Torschüsse: 23:38.

Die FN-Besten: Mottet und Herren.

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