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Rettungsmission über Stock und Stein

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Grunde genommen ist der «Gmeindwald» ein äusserst besinnlicher Ort. Da–hoch über den Häusern Plaffeiens und den langsam in die Ferne schlängelnden Flussläufen der Sense–, wo bis auf das ferne Motorschnauben einiger Fahrzeuge, die den steilen Gurliweg in Richtung Berghaus erklimmen, kaum einmal naturfremde Geräusche das idyllische Gezwitscher und Bachrauschen des Waldes zu stören vermögen, zerreisst am Montagmittag eine schrill aufheulende Sirene die Stille.

Beim Holzen verunglückt

Innerhalb nur weniger Minuten fahren ein Dutzend Sanitäterinnen und Sanitäter vor; angeführt wird ihr Tross von einer signalgelben Ambulanz. Ein Mann sei beim Holzen im unwegsamen Gelände abgestürzt und habe sich dabei Kopf- und Beinverletzungen zugezogen. Dies erfahren die jungen Damen und Herren, die – in gelb-rote Uniformen und Helme gehüllt – eilig aus dem Wagentross gestiegen sind von Heribert Stempfel, dem Rettungschef der Alpinen Rettungsstation (AR) Schwarzsee.

Nachdem sie sich um ihn versammelt haben, bekommen sie ein erstes Briefing. «Seid vorsichtig beim Abstieg und wartet auf die Anweisungen und die Sicherung durch die AR», mahnt Stempfel die Sanitäter-Gruppe. Bereits ist diese daran, das von der Rettungsstation Schwarzsee zur Verfügung gestellte Rettungsmaterial – neben diversen Sicherungsseilen- und Haken steht auch eine Jelk-Bahre und eine Stahlseilwinde bereit – zu schultern und dann schnellen Schrittes über das steil abfallende und vom anhaltenden Regen rutschig gewordene Unterholz hinab in Richtung des Verunfallten zu schreiten.

Hand in Hand

Begleitet auf ihrem Weg zum Unfallort werden die jungen Rettungssanitäter – bei ihnen handelt es sich um Auszubildende, welche kurz vor dem Abschluss ihrer zwei- beziehungsweise dreijährigen Rettungssanitäts-Ausbildung stehen – von Forstarbeitern und von Mitgliedern der AR Schwarzsee. Für die aussergewöhnliche Zusammenarbeit der drei Partner der Übung zeichnet Lukas Zumbach, einer der Rettungssanitäter in Ausbildung, verantwortlich. Zumbach, der bei der Ambulanz Murten im Einsatz steht und die Wälder des Sense-Oberlandes noch aus seiner Zeit als Forstwart kennt, ist froh, dass die «Hand-in-Hand-Übung» zustande gekommen ist: «Unsere Sanitäter-Klasse hat in der Region einige Projekttage verbracht, und diese Übung ist ein Höhepunkt unseres Projektprogramms», erklärt Zumbach. Bei der Durchführung der Übung kann er auf die Unterstützung von Mitgliedern der AR Schwarzsee sowie auf jene seiner früheren Arbeitskollegen vom Forstbetrieb Schwyberg zählen.

«So kann jeder von dem Wissen und den Kenntnissen der anderen profitieren und seinen persönlichen Horizont erweitern», sagt Zumbach. Und tatsächlich: Das Zusammenspiel der Partner gelingt auf Anhieb. Die Geländekenntnisse der Förster, das Material und die Sicherungsinstruktionen der AR und das medizinische Know-how derRettungssanitäter ergänzensich mustergültig. Trotz der anstrengenden Bergung im schwierigen Gelände ist eineschnelle und reibungsloseRettung des Unfallpatienten möglich–und der Erfahrungsaustausch kann bei einem gemeinsamen Fondueplausch fortgesetzt werden.

AR Schwarzsee: Seit 1976 im Einsatz

D ie heutige Alpine Rettung (AR) Schwarzsee ist Bestandteil der Sektion Kaiseregg des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und wurde 1976 – nach einem Lawinenniedergang am Kaiseregg – als Rettungsstation Schwarzsee gegründet. Seither ist Heribert Stempfel, Rettungschef der AR Schwarzsee, dabei. Stempfel, der in über hundert Aktionen im Einsatz stand, weiss um die wichtige Arbeit der ortskundigen AR-Mitglieder: «Heute umfasst unsere Station rund 50 Alpinisten, wovon etwa 15 zu Einsätzen jeder Schwierigkeit herangezogen werden können.» Meist werde die AR bei Suchaktionen nach vermissten Pilzsammlern, Jägern und Gleitschirmfliegern oder bei Lawinenverschüttungen hinzugezogen; dabei könne die Rettungskolonne auch auf ein Lawinenhundeteam zurückgreifen. Neben dem Sensegebiet und dem Schwarzenburgerland gehört auch ein Teil des Greyerzbezirks zum Einsatzgebiet der AR Schwarzsee. mz

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