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Richemond torpediert die Fusion

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Ex-FCF Präsident Jean-Pierre Gauch und der Freiburger Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs präsentierten den Mitgliedern der beiden Stadtvereine ein von einer Arbeitsgruppe seit Monaten ausgearbeitetes Projekt einer Fusion für die kommende Saison. Ein Komitee von sechs Personen, grösstenteils aus den jetzigen und ehemaligen Vorständen zusammengesetzt, sollte den neuen Klub FC Freiburg-Richemond leiten. Geplant waren sportlicherseits zwei Mannschaften: Die erste Mannschaft hätte in der 2. Liga inter spielen sollen (der FCF wird ja fast sicher in dieser Saison aus der 1. Liga absteigen), die zweite Mannschaft, wenn Richemond den Ligaerhalt schafft, in der 2. Liga regional. Normalerweise sollte das Fanion­team seine Spiele im neu renovierten St. Leonhard austragen, während das «Zwöi» weiterhin seine Heimspiele auf dem Guintzet zu absolvieren gehabt hätte. Die restlichen Aktivteams, die Senioren und die Veteranen hätten beide Klubanlagen benützen können. Grosse Hoffnung bei der Fusion hatten die Befürworter auch in Bereich der Juniorenförderung.

Nach einer Stunde heftiger Diskussionen über die Vor- und Nachteile dieses umstrittenen Projekts, mit interessanten Voten langjähriger Mitglieder, kam es zur Abstimmung. Beide Lager führten ihre Abstimmungen separat durch. Während beim FCF von 27 Stimmberechtigten 25 für ein Ja votierten, lehnten auf der Gegenseite die viel kritischeren Anwesenden des FC Richemond den Antrag mit 18:10 ziemlich klar ab. Viele ihre Mitglieder befürchteten, dass sie ihre alte Clubidentifikation verlieren würden, zudem blieben gewisse finanzielle Fragen bis am Schluss nicht ganz geklärt.

Auch im Lager des FC Freiburg gab es Befürworter und Gegner, am Ende waren die Stimmberechtigten des Traditionsclubs allerdings doch enttäuscht, dass die Fusion aufgrund der Gegenwehr des FC Richemond nicht zustande kam.

Welche Konsequenzen?

Ein Tenor herrschte nach dem Bekanntwerden des Resultates: Die Abstimmung erinnere an den Brexit in England – viele hätten gegen die Fusion gestimmt, aber nicht gesagt, wie es denn in den Klubs stattdessen weitergehen solle. Richemonds Vize-Präsident Alain Piccand tritt Ende Saison zurück, und wer dann beim Guintzetklub den Vorsitz übernehmen soll, ist im Moment völlig offen und beunruhigt Spieler und Trainer.

Besonders enttäuscht zeigten sich vor allem die FCF-Verantwortlichen, laut Präsident Antonio Piller will man nächste Woche in einer Vorstandssitzung klären, wie es in Sachen Vorstand und strukturell weitergehen soll. Man habe mit diesem negativen Entscheid eine Möglichkeit verpasst, auf sportlichen und finanziellen Gebieten vermehrt Synergien zu nutzen. Ob dieses Thema endgültig vom Tisch ist – Teams wie Schönberg, Central und Etoile-Sport wollten ebenfalls nicht mitmachen – wird die Zukunft zeigen müssen.

Eines ist sicher: Man hat es gestern ziemlich kurzsichtig verpasst, jugendlichen Spielern aus der Stadt eine zusätzliche Motivation für die Aktivzeit zu geben. Vielleicht klappte das Projekt auch deshalb nicht, weil das Budget für die kommende Saison mit 350 000 Franken wohl etwas knapp bemessen war. Die Freiburger Stadtpolitik in der Person von CSP-Gemeinderat Nobs, Verantwortlicher für das Sportwesen, stand dem Projekt positiv entgegen, und hatte auch einen zusätzlichen finanziellen Zustupf versprochen. Dieses Geld kann man sich nun sparen, das angekündigte Apéro nach der langen Versammlung wurde vielleicht auch deshalb kurzfristig gestrichen. Auch ein Indiz, dass im Freiburger Spitzenfussball im Moment vieles im Argen liegt.

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