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Rindviehzucht fördern und veredeln

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Rindviehzucht fördern und veredeln

Viehzuchtgenossenschaft Bösingen feiert das 75-jährige Bestehen

Die Bösinger Viehzüchter glauben an die Zukunft ihrer Arbeit. Mit einer Jubiläumsschau auf dem Festplatz in Fendringen feiern sie am Samstag das 75-jährige Bestehen ihrer Genossenschaft.

Von ANTON JUNGO

Zurzeit zählt die Viehzuchtgenossenschaft Bösingen noch elf Mitglieder und im Herdebuch sind 218 Tiere eingetragen. Ende der Achtzigerjahre waren es noch 16 Mitglieder und die Zahl der eingetragenen Zuchttiere bewegte sich um die 300 Häupter. Wegen der BSE-Krankheit durchlebte die Viehzucht in den Neunzigerjahren schwierige Zeiten. Die Preise für Rindfleisch fielen total zusammen und der Export von Jungtieren war nicht mehr möglich.

Erfolgreich trotz schwieriger Zeiten

Der Eifer der Bösinger Viehzüchter liess aber nicht nach. Dies ganz gemäss dem Ziel, das sich die Gründer der Genossenschaft am 25. August 1930 gesetzt hatten. In den Statuten wurde festgehalten: «Die Genossenschaft hat den Zweck, die Rindviehzucht in wirksamer Weise und in jeder Beziehung zu fördern und zu veredeln.» Erreicht werden sollte dieses Ziel mit dem «Ankauf und der Benützung erstklassiger, mit guter Abstammung versehener und von gesunden und guten Milchtieren abstammender Genossenschaftsstiere» sowie durch «die Haltung geeigneter weiblicher Tiere.» 1993 hatten die Züchter bei der Prämierung ihrer Tiere erstmals einen Genossenschaftsdurchschnitt von über 90 Punkten erreicht.

Offen für neue Entwicklungen

Die Landwirte hatten sich aber auch vorher nicht den neuen Entwicklungen in der Viehzucht verschlossen. So beschlossen sie 1967, die künstliche Besamung in der Genossenschaft zu erlauben und sie schlossen die entsprechenden Verträge ab. Schon wenige Jahre später wurde – mit der Aussicht auf noch leistungsfähigere Tiere – das Einkreuzen mit Red-Holstein-Stieren eingeführt. Schon 1987 wiesen 99 Prozent der 306 Herdebuchtiere fremdes Blut auf. An der Herbstschau 1988 wurden nur noch zwei reine Simmentaler-Kühe aufgeführt.

Dreifaches Jubiläum

Eigentlich kann die Viehzuchtgenossenschaft Bösingen 2005 ein dreifaches Jubiläum feiern. Sie ist aus der Viehzucht- und Alpgenossenschaft Schmitten hervorgegangen, die am 3. Februar 1890 gegründet worden war. Sie war die erste derartige Gesellschaft im Kanton Freiburg überhaupt. Sie kann dieses Jahr ihr 115. Jubiläum feiern.

Beschwerlicher Weg nach Schmitten

Zu den damaligen Gründungsmitgliedern gehörten auch mehrere Landwirte und Viehzüchter aus Bösingen. Der beschwerliche Weg zu den jährlichen Viehprämierungen in Schmitten und die grosse Mitgliederzahl veranlassten sie schon bald einmal, an die Gründung einer eigenen Genossenschaft zu denken. Die Gründung am 25. August 1930 war in vollem Einverständnis mit dem Vorstand und der Mitglieder von Schmitten erfolgt. Die Bösinger sömmerten ihre Tiere jedenfalls weiterhin auf den Bergweiden der Genossenschaft Schmitten.

Die neue Genossenschaft trat allerdings nicht unter dem Namen «Bösingen», sondern unter «Schmitten II» auf. Die Tiere erhielten die Brandmarke «Sch.II». Das jetzige 75-Jahr-Jubiläum erinnert an diese Neugründung.

Seit 25 Jahren unter
dem Namen Bösingen

Als die Genossenschaft «Schmitten II» 1980 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, sah sie die Zeit für gekommen, eine Statutenrevision und eine Namensänderung vorzunehmen. Am 16. Oktober 1980 stimmten 15 der 16 damaligen Mitglieder der Namensänderung in «Rotfleck-Viehzuchtgenossenschaft Bösingen» zu. Es dauerte dann noch elf Jahre, bis die letzte Kuh mit dem Brandzeichen «Sch. II» starb.

Grosse Treue zum Amt

Seit ihrer Gründung vor 75 Jahren hatte die Genossenschaft nur gerade vier Präsidenten: Eduard Fasel, Dorf (1930 bis 1955); Kurt Bläsi, Fendringen (1955 bis 1964); Walter Krummen, Litzistorf (1964 bis 1983); Karl Jungo, Richterwil (1983 bis 1999) sowie Ueli Horst, Fendringen (seit 1999). Zuchtbuchführer sind es gar nur drei: Niklaus Schneuwly, Dorf (1930 bis 1952); Arnold Kaeser, Dorf (1952 bis 1983) sowie Hans Jungo, Bachtela (seit 1983).

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