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Ro-Ro-Roboter

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Dipl. Ing. Baeriswyl tupft sich mit einer dünnen Papierserviette den Kaffee von der Hose. Kantinenroboter «iFröilein» hat den Milchkaffee so schnell an den Tisch gefahren, dass die Hälfte davon übergeschwappt ist. Zum dritten Mal schon diese Woche. Ein Projekt der Erstsemestrigen; denen muss ich nochmals die physikalischen Grundlagen der Beschleunigung erklären, denkt Baeriswyl – und am Silikon-Po müssen sie auch noch arbeiten. Das Kneifgefühl stimmt noch nicht.

Seine Kollegen am Znünitisch prahlen mit ihren neusten Durchbrüchen. Richter erzählt von seiner App für selbstfahrende Autos, die in den Sekundenbruchteilen vor einem Crash die Handydaten aller potenzieller Unfallopfer erfasst. Telefonnummern, Facebook-Kontakte, Finanztransaktionen. «Und zack, schon weiss das Auto, wer sozial wertvoller ist und wen es über den Haufen fahren soll, wenn es nicht anders geht», erzählt Richter. «Ich bin allerdings noch unschlüssig, was der Algorithmus höher gewichten soll: regelmässige Telefonate mit der Familie oder die Anzahl der Instagramm-Follower.»

Sugimoto zeigt ein Handyvideo vom Test seiner Paketdrohne «Kamikaze». «Die nimmt das Zalando-Paket gleich wieder mit, wenn einem die Kleider nicht passen. Was ja sowieso immer der Fall ist», lacht er. «Damit spart sich die durchschnittliche Zalando-Kundin, hochgerechnet auf ihr Leben, einen Monat Wartezeit in der Post. Stellt euch vor, was sie mit dieser geschenkten Zeit alles anfangen kann», strahlt Sugimoto in die Runde. «Noch mehr bei Zalando bestellen», prustet Baeriswyl los. Grosses Gaudi.

«Was glaubt ihr», fragt nun Dunant, «wie viele Sätze muss ich meinem Pflegeroboter einprogrammieren, damit ihn die Alten nicht mehr als Roboter wahrnehmen?» «Drei», sagt Sugimoto: «Wie geht es uns heute?» – «Sodeli.» – «Uf wiederluege!» Schallendes Gelächter.

«Und du, Baeriswyl, ­woran arbeitest du gerade?», fragt Richter. «Ich?», fragt Baeriswyl, «im Gegensatz zu euch arbeite ich an einem wirklich visionären Projekt.» Die Kaffeerunde staunt ihn an. «Wir sind die klügsten Köpfe weit und breit», sagt Baeriswyl. «Und was tun wir? Wir erfinden Roboter, die diejenigen arbeitslos machen, die nichts von Algorithmen verstehen.» «Das tönt so negativ», wirft Richter ein. «Wir befreien die Menschen von stumpfsinniger Arbeit. Und sparen obendrein einen Haufen Geld – so ein Roboter braucht ja keine Ferien.» «Genau», sagt Baeriswyl, «aber was, wenn wir alle Busfahrer, Päcklipöstler und Pflegerinnen durch Maschinen ersetzt haben? Wir müssen doch viel radikaler denken – und Ingenieur-Roboter erfinden, die uns überflüssig machen. Das wäre wahre Effizienz. Oder?»

Plötzlich wird es ganz still am Tisch. Nur «iFröilein» kichert leise und räumt die leeren Tassen ab.

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