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Roger Federer in Freiburg die Nummer eins

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Gastkolumne

Roger Federer in Freiburg die Nummer eins

Autor: Barbara Colpi

Nun ist er also in Freiburg, Roger Federer. Und er ist Gesprächsthema Nummer 1. Aus sportlicher Hinsicht ist es schwierig, dass in Freiburg nicht in erster Linie von Gottéron gesprochen wird, aber es verwundert nicht, dass Roger Federer dies geschafft hat. Federer ist eben mehr als ein Ausnahmetennisspieler. Er ist ein Athlet, der weit über die Landesgrenzen begeistert. Ich erinnere mich schon an den abgelegensten Orten dieser Welt auf Roger Federer angesprochen worden zu sein, sobald ich gesagt habe, ich sei aus der Schweiz. Den Leuten in einem Bergdorf in Guatemala oder auf einer kleinen Insel in Indonesien scheint Roger Federer ein Begriff zu sein und vor allem wissen sie immer stets, dass er Schweizer ist.

Roger Federer hat den früher typischen Schweizer Klischees im Ausland wie Schokolade, Berge und Käse den Rang abgelaufen. Aber eben: Federer ist einer der besten Tennisspieler aller Zeiten und er hat eine Ausstrahlung, die weit über den Tenniscourt hinausgeht. Ich frage mich oft, was es ausmacht, dass er so als Vorzeigemensch wahrgenommen wird. Okay, die Werte, die er verkörpert, sind sicher Werte, die gefallen. Er macht den Eindruck des netten, zuvorkommenden freundlichen Menschen, der nie abhebt und stets Respekt für sein Gegenüber hat.

Obwohl, wenn man Roger Federers Interviews etwas genauer analysiert, dann könnte er oft auch arrogant wirken, denn er rühmt sich oft selbst, wie gut oder gar perfekt er nun gespielt habe, und er tritt sehr selbstbewusst auf. Und trotzdem schafft er es, den Eindruck des bescheidenen, fast schon demütigen Spitzenathleten zu erwecken.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Roger Federer keine Starallüren zu haben scheint und sich oft versucht, so normal wie möglich zu geben. Wenn er in London beim Saisonfinale spielt, fährt er mit dem Linienschiff auf der Themse zur Arena. Während des Australian Opens stellte er ein kleines Video auf seine Facebook-Seite, wie er selbst mit dem Auto zum Stadion fährt, und man sieht Roger Federer, wie er erklärt, dass es nicht so einfach sei, da in Australien ja auf der linken Strassenseite gefahren werde.

Man sieht ihn, wie er beim Abfahren zuerst auf der falschen Seite einsteigen und sich ans Steuer setzen will und wie er dabei mit seinem fast noch jungenhaften Lächeln in die Kamera blickt. Vielleicht sind es genau dieser Schalk und diese Selbstironie, die Roger Federer auch so menschlich und sympathisch machen. Und natürlich seine Emotionen, seine ungehemmten Gefühlsausbrüche. So mancher Sieg und so manche Niederlage rührten Roger Federer zu Tränen und berührten alle, die ihn in diesen Momenten sahen.

Roger Federer ist kein Athlet mit Ecken und Kanten, böse Zungen sagen sogar schon, er sei fast langweilig. Doch vielleicht ist es eben dieses Stück Normalität, gepaart mit seinem Charme, die ihn zum Sympathieträger par excellence machen. Nun ist er also hier in der Stadt und unabhängig von seinen Leistungen auf dem Tennisplatz im Forum Freiburg macht ihn alleine schon seine Aura zum sportlichen Gesprächsthema Nummer 1.

 

Barbara Colpi (36) ist Ethnologin und arbeitet als Sportredaktorin bei Radio DRS. Zuvor war die gebürtige Oltnerin Sportchefin bei Radio Freiburg.

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