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Romont bestimmt, was die Welt trinkt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine Mikrofabrik innerhalb der Nespresso-Fabrik: So beschreibt Nespresso-Generaldirektor Jean-Marc Duvoisin das neue Produkteentwicklungszentrum am Standort ­Romont. Es enthält ein Lager mit Kaffeebohnen aus aller Welt, eine kleine Rösterei, eine Maschine zum Mahlen sowie Abfüllmaschinen für die Kapseln. «Es sind die gleichen Etappen wie bei der grossen Fabrik. Was wir hier entwickeln, wird später auf die grossen Linien reproduziert.»

Duvoisin stellte gestern im Rahmen einer Einweihungs­feier die neue Einheit der Nespresso-Fabrik Romont vor. Die Produkteentwicklung war bisher auf verschiedene Standorte verteilt, seit kurzem sind diese aber in Romont vereint. Aus diesem Grund sind diesen Sommer 90 hoch qualifizierte Arbeitsplätze von Lausanne nach Romont umgesiedelt worden (die FN berichteten).

50 Prototypen für ein Produkt

Patrice Bula, Verwaltungsratspräsident von Nespresso, sprach von einem technologischen Innovationszentrum. Sämtliche neuen Produkte in Form von Nespresso-Kaffeekapseln werden seit kurzem in Romont entwickelt. Der Konzern ist ständig auf der Suche nach neuen Kaffeesorten und -mischungen, die er auf den Markt bringen kann. Rund 50  Prototypen sind nötig, bis eine Kapsel mit einem neuen Kaffeearoma entwickelt ist.

«Die Wahl des Standorts Romont für das Innovationszen­trum ist ein Vertrauensbeweis an Romont, den Kanton Freiburg und die Schweiz. Wir bringen so zum Ausdruck, dass Nespresso hier verwurzelt ist», betonte Bula.

Als zweite neue Einheit wurde gestern auch der Coffee Campus in der Nespresso-­Fabrik Romont eingeweiht. Dabei handelt es sich um ein Demonstrations- und Trainingszentrum. Es richtet sich zum einen an Kunden, die dort degustieren, zum anderen aber auch an Mitarbeitende, die mit Lieferanten und Kunden Kontakt haben. Mit kleinen Geräten kann vor Ort demonstriert werden, wie Kaffee hergestellt wird und wie der Geschmack entsteht.

Mit dem Innovationszen­trum und dem Coffee Campus arbeiten nun 325 Personen in Romont. Wie Patrice Bula sagte, hat Nespresso bis zur Einweihung 2015 insgesamt 300 Millionen Franken in die neue Fabrik investiert. In den drei Jahren seither habe der Konzern nochmals 48 Millionen Franken investiert.

Ein weiterer Entwicklungsschritt erfolgt gemäss dem Präsidenten in den kommenden beiden Jahren. Nespresso wird nämlich zwei zusätzliche Produktionslinien in Betrieb nehmen und dadurch weitere 33  Arbeitsplätze schaffen.

Nordamerika erobert

«Wir haben dieses Jahr die Marke von einer Milliarde Kapseln überschritten», so Bula. Das Wachstum ist hauptsächlich auf das System Vertuo zurückzuführen. Es handelt sich dabei um spezielle Kapseln, die für grosse Tassen vorgesehen sind. Nespresso hat diese in erster Linie für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Inzwischen vertreibt der Konzern das Produkt in 14 verschiedenen Ländern, seit diesem Herbst auch in der Schweiz. «Vertuo ist entscheidend für das Wachstum von Nespresso», so Bula. «Nordamerika ist inzwischen unser zweitgrösster Markt. Wir haben da ein Wachstum von 20  Prozent pro Jahr.» Vertuo-Kapseln werden ausschliesslich in Romont produziert. Die herkömmlichen Kapseln werden auch in Avenches und Orbe abgefüllt.

Entspricht Freiburgs Strategie

Der Freiburger Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP) hob bei der gestrigen ­Feier die Bedeutung der Produktion in Romont hervor. «Die kleinen Kapseln sind Teil unseres Alltags geworden», sagte er. Curty betonte, dass Nespresso seit seiner Niederlassung im Kanton Freiburg bereits stark verankert sei. «Die Kaffeekapseln passen bestens in die kantonale Strategie, die auf Food-Technologie setzt.»

«Die kleinen Kapseln sind Teil unseres Alltags ­geworden.»

Olivier Curty

Volkswirtschaftsdirektor

Zahlen und Fakten

Den erhofften Bestand bald erreicht

Nach Orbe im Jahr 2002 und Avenches 2008 hat Nespresso 2015 in Romont seinen dritten Produktionsstandort eröffnet. Das 21 000 Quadratmeter grosse Gebäude kostete 300 Millionen Franken; insgesamt investierte der Konzern in der Waadt und in Freiburg über eine Milliarde Franken. Im Vorfeld war von maximal 400 Stellen für den Standort Romont die Rede gewesen. Bei Betriebsaufnahme waren es 125 Mitarbeiter, und der Ausbau erfolgte langsamer, als allgemein erwartet wurde. Mit der Umsiedlung der Produkteentwicklung nach Romont sind es seit diesem Sommer rund 325 Mitarbeiter. Dank der beiden zusätzlichen Produktionslinien werden es bald über 350 Angestellte sein. Das Innovationszentrum und der Coffee Campus haben 48  Millionen Franken gekostet. Für die beiden neuen Produktelinien werden nochmals 43 Millionen Franken investiert.

uh

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