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Ronny Masts vierter Streich

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eines Abends rief ihn ein Freund an, er habe auf der Maischüpfe in Jaun eine Wildsau gesehen. Ronny Mast witterte seine Chance, das Tier vor die Linse zu kriegen. Er hatte noch nie eine Wildsau live gesehen. Also packte er seine Kameraausrüstung, sagte zu seiner Frau, «ich probiere es mal», und rannte los. Oben angekommen, holte er sofort seine Filmkamera hervor und hatte das Tier tatsächlich im Blickfeld. Die Entfernung war mit 500 Metern jedoch zu gross, um gute Aufnahmen machen zu können. Doch Ronny Mast gab nicht auf. Als er die Wildsau aus den Augen verloren hatte, wanderte er weiter, in der Hoffnung, das Tier würde denselben Weg einschlagen. Und in der Tat: Kurze Zeit später kam die Wildsau direkt auf ihn zu. 30 Meter war sie nur noch entfernt. Ronny Mast setzte die Videokamera auf und konnte die perfekten Aufnahmen für seinen neuen Film machen. Danach sah er das Tier nie mehr wieder.

4000 vom Erstlingswerk

Mit der Kamera draussen in der Natur zu filmen, ist die grosse Leidenschaft des 32-Jährigen. Acht Jahre liegen seit der Herausgabe seines ersten Films «Bergwild vom Jauntal» zurück. Diesen hat er seither über 4000 Mal verkauft. Von den Verkäufen seiner Filme leben kann der dreifache Vater nicht. «Wenn ich es könnte, würde ich sofort auf die Karte Film setzen», sagt Ronny Mast. Er arbeitet Vollzeit als Strassenwärter beim Kanton und filmt vor oder nach der Arbeit, am Wochenende und in den Ferien. Dabei ist er sehr geduldig. Um den Abschuss eines Hirsches filmen zu können, hat er zusammen mit Michel Mooser, dem Jäger und Hauptdarsteller des Films, mehrere Nächte im Schlafsack im Wald übernachtet. Schliesslich entschieden 1,3 Sekunden über Erfolg oder Misserfolg: Am Abend des sechsten Tages erblickten sie einen Hirsch, ergriffen Kamera und Gewehr, Michel Mooser drückte ab und Ronny Mast drückte Play–gerade noch rechtzeitig. Die Geduld hatte sich ausbezahlt.

Nicht nur der Schuss zählt

Mit seinem Film will Mast zeigen, dass die Bergjagd nicht nur den Abschuss zum Ziel hat, sondern dass auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Naturverständnis, Nachhaltigkeit und Schutz der Lebensräume dazu gehören. Er selber war früher oft mit seinem Onkel auf der Jagd, hat 2006 das Jagdpatent gemacht, es bisher aber nie gelöst. «Ich jage nur mit der Kamera.»

Die ersten Aufnahmen für «Zauber der Bergjagd» sind 2012 entstanden. 55 Stunden Filmmaterial hat Ronny Mast zu einer Stunde zusammengekürzt. Die Erklärungen stammen von Herbert Ming (deutsch) und Bertrand Zamofing (französisch) und wurden im Tonstudio Oberland in Tentlingen aufgenommen. «Ich bin zufrieden mit dem Resultat», sagt ein bescheidener Ronny Mast zum Endprodukt, das er am Samstag im Cantorama erstmals der Öffentlichkeit zeigt. Die Produktionskosten des Films belaufen sich auf rund 15 000 bis 20 000 Franken. Zusammen mit dem neuen Kamera- und Schnittmaterial, das er für den Film in HD-Qualität angeschafft hat, liegt das Budget bei 45 000 bis 50 000 Franken. Dank Sponsorengeldern und durch den Verkauf der Filme kann Ronny Mast diesen Betrag stemmen. Der Eintritt zu seinen Filmabenden ist frei.

Zurücklehnen will er sich nicht. Im Gegenteil: Mit den Filmaufnahmen für sein fünftes Werk hat Ronny Mast schon begonnen. Wovon dieser Film handeln wird, will er allerdings noch nicht verraten.

Cantorama, Jaun. Sa., 28. März, 20 Uhr. Weitere Vorführungen in Riaz (11.4.), Zweisimmen (18.4.), Plaffeien (2.5.).

Zum Inhalt: 27 Personen spielen mit

I m 60-minütigen Film über die Bergjagd spielt Michel Mooser, Besitzer und Geschäftsführer des gleichnamigen Holzbauunternehmens in Charmey, die Hauptrolle. Zusammen mit Hündin Bora begibt er sich auf die Reh-, Hirsch-, Fuchs- und Gamsjagd und erlebt dabei die heimische Fauna und Flora in all ihren Facetten. 27 Akteure spielen im Film mit, darunter auch Kinder. Ronny Mast zeigt im Film nebst der Jagd auch die Rettung von Jungtieren, Wildzählungen, die Wildfütterung und die Suche und den Abschuss von verletztem oder krankem Wild. ak

www.natur-film.ch. Die DVD kostet 35 Franken, Blue Ray HD kostet 40 Franken.

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