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+ Rosa Aegerter-Jelk, Alterswil

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Fast 104 Jahre lang war der Lebensweg von Rosa Aegerter-Jelk. Begonnen hat er am 28. Februar 1911 in Rechthalten. Ihre Eltern Umbert und Adele Jelk-Jenny waren Kleinbauern. Bei der Geburt des fünften Kindes starb die Mutter. Umbert brauchte eine zweite Mutter für seine Kinder. Die Witwe Hanna Tinguely übernahm diese Aufgabe, ihre drei Kinder waren bereits erwachsen. In sehr bescheidenen Verhältnissen ist Rosa Aegerter-Jelk aufgewachsen, nur mit dem Notwendigsten musste sich die Familie zufriedengeben, keine hohen Anforderungen an das Leben stellen. Neben der kleinen Landwirtschaft suchte der Vater zusätzlichen Verdienst als Tagelöhner und seine Frau Hanna als Strohflechterin.

Rosa Aegerter-Jelk war stark mit dem Land und den Tieren verbunden. Nur einmal diente sie kurz in der Stadt, dann wurde sie Bauernmagd in Menziswil, im Hintertann, in Helmetingen und anderswo. Gering war ihr Lohn, im Sommer verdiente sie 40 Franken und im Winter 30 Franken pro Monat. Krankenkasse hatte sie keine. Als sie für eine Blinddarmoperation ins Spital musste, bezahlte der Bauer den Spitalaufenthalt, zog ihr dafür monatlich fünf Franken ab, bis alles bezahlt war. Die Bauernmägde arbeiteten viel und hart. Sie hatten nur am Sonntagnachmittag frei. Sie blieben aber zufrieden und haderten nicht.

1941 heiratete Rosa Aegerter-Jelk in St. Antoni Ernst Aegerter, viermal durfte sie Mutterglück geniessen. Die erste Wohnung war in Benewil, hernach im Unterdorf. 1946 konnten die beiden im Zitterli ein bescheidenes Heimwesen erwerben. Zwar bot das Häuschen keinen Komfort, aber ein Dach über dem Kopf. Ihr Mann arbeitete in verschiedenen Stellen. Trotz aller Einfachheit war es eine schöne und glückliche Ehe. Die Haustür und das Herz standen offen, Kinder gingen ein und aus, sassen am Mittagstisch. Abwechslung fand sie beim Jassen, Lottospielen oder an einem stillen Sonntagabend mit Ernst bei einem Glas Wein in der Wirtschaft. Dies die kleinen Freuden des Alltags.

1958 kam ihr Vater zu ihr, sie pflegte ihn bis zu seinem Unfalltod 1968. Ganz unverhofft starb ihr Mann 1998, und es wurde stiller im Hause. Ihre Kräfte liessen nach. 2004 wurde sie bei ihrer Tochter Trudi in Hergarten aufgenommen. Dort verbrachte sie einen ruhigen, zufriedenen Lebensabend, machte sich noch nützlich, wo es ging.

Im November 2014 gingen ihre Kräfte zu Ende, nach dem Em- pfang der Sterbesakramente hatte sie nur noch einen Wunsch: bald zu sterben. Am 1. Januar 2015 ging er in Erfüllung. Eing.

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