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Rote Zahlen trotz weisser Pracht

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Wer in diesen Tagen durch das Gantrischgebiet fährt, erfreut sich an einer wunderschönen Winterlandschaft – einer weissen Decke, die zum Skifahren einlädt. Die mittleren und kleinen Winterdestinationen in der Region sind Mitte Januar in die Wintersaison gestartet und haben alle schon den ersten Ansturm der Ski-Willigen bewältigt. «Die Leute wollen endlich auf die Ski», sagt stellvertretend Stefan Zürcher vom kleinen Skilift Ottenleue auf Anfrage. Allerdings: Der späte Saisonstart bereitet allen Anlass zur Sorge. Wie in Ottenleuebad ist das Geschäft für einige Betreiber ein Risiko: Die Reserven sind knapp geworden.

Chancenlose Aufholjagd

Der Verwaltungsratspräsident der Skilifte Gantrisch-Gurnigel, Hans Peter Schmid, freut sich: «Die ersten Tage waren ein Riesenerfolg. Ich würde sogar von einem Spitzenresultat sprechen.» Das Feiertagsgeschäft ist jedoch mangels Schnee ausgefallen. «Wir werden das nicht mehr aufholen können, das ist chancenlos.» Allerdings könne ein guter Februar helfen, den Schaden gering zu halten. Das sei letztes Jahr nicht anders gewesen: Auf einen katastrophalen Start folgte eine gute zweite Hälfte. «Die Bilanz war dann doch ok. Und auch wenn dieses Jahr kein Superjahr wird, wir haben noch Reserven.» Existenziell gefährdet seien sie nicht, so Schmid. Zumal das Skigebiet höher liegt als die meisten anderen in der Region.

Glück im Unglück

Die Verantwortlichen der Skilifte in Rüschegg-Eywald waren zwar spät, aber voller Hoffnung in die Wintersaison gestartet. Dann stieg jedoch eine Maschine aus und der Kurzlift musste den Betrieb einstellen, sagt Sprecher Manfred Baumann. Glück im Unglück: Er gehe nicht davon aus, dass sich der Ausfall auf die Einnahmen auswirken werde. In den ersten Tagen seien die Gäste in grosser Zahl gekommen und konnten alle Pisten benutzen, «und sie haben sich unheimlich gefreut». Der Lift in Rüschegg-Eywald ist ab heute wieder geöffnet.

Die Aussichten seien nicht rosig, räumt Baumann ein. Sie bräuchten Anfang Februar unbedingt Schnee, um die fehlenden Einnahmen decken zu können. Letztes Jahr sei noch schlechter gewesen, erinnert er sich. Sie hätten lediglich fünf Tage offen gehabt und 43 000 Franken Verlust geschrieben – in anderen Jahren kamen sie auf über 30 Betriebstage, 2009/2010 hätten sie gar deren 72 gezählt. «Wir haben eine solide finanzielle Basis, doch auch wir können uns nicht unzählige schlechte Jahre leisten. Für grössere Investitionen reichen die Reserven nicht aus, und auf unserer Höhe brauchen wir Schnee und Glück.»

Sie hätten ein paar gute Betriebstage verzeichnet, sagt Verwaltungsratspräsident Stephan Lanz vom Skilift Selital. Doch auch ihnen fehle der Schnee. «Im Normalfall haben wir im Spätherbst 40 Zentimeter. Doch diesen ersten Schnee hat uns der Föhn weggeblasen.» Also müssten sie einzig und allein mit dem Schnee der letzten zwei Wochen auskommen. «Wir konnten öffnen, doch berauschend ist es nicht.» Die Folge: Die Piste habe gelitten, an einigen Orten seien Steine und Gras zum Vorschein gekommen. Und die Wetterprognosen gäben nicht zu grosser Hoffnung Anlass, so Kunz. «Es ist kein Niederschlag in Sicht.»

Auch die kleineren kämpfen

«Das letzte Wochenende lief überraschend gut», sagt Reto Mani vom Skilift Gurnigelbad. Erfahrungsgemäss dauere es eine Weile, bis die Gäste auf den Geschmack kämen. Es werde schwierig, die verlorenen Tage über den Jahreswechsel wettzumachen, «wir müssten schon noch ein paar gute Tage haben». Dafür bräuchten sie Schnee. «Doch bei uns ist das nicht ganz so entscheidend, weil unsere Pisten auf Weideland liegen und wir somit schon mit wenig Schnee gut fahren können. Da haben wir Glück.» Dies im Gegensatz zu Destinationen mit felsigem Untergrund. Allerdings: «Wenn es so weiter geht wie letztes und dieses Jahr, geht es uns an die Substanz.»

Der kleine Skilift Ottenleue konnte zwar bisher erst drei Tage fahren, doch von diesen sei er positiv überrascht, sagt Betriebsleiter Stefan Zürcher. Allerdings: Nach dem mit neun Betriebstagen schlechten letzten Jahr muss sich Zürcher auf das Prinzip Hoffnung verlassen: «Wenn es so weitergeht, wird es für unsere Zukunft schwer.» Er setzt auf das Skifest von Mitte Februar, das die Haupteinnahmequelle für den Skilift bildet. Das Skigebiet Riffenmatt profitiert laut Betriebsleiter Roger Aebischer davon, dass der Lift vor allem die Kleinen, Eingerosteten und die Anfänger anspricht und wenig Schnee braucht, um betrieben werden zu können. Doch auch er geht nicht davon aus, dass er die Verluste wieder einfahren kann. «Spätestens Ende Februar wollen die Kinder nicht mehr Ski fahren, sie wollen dann aufs Rollbrett.» Selbst wenn im März noch ein Winterwunderland herrscht, komme niemand mehr hoch.

Zahlen und Fakten

Sechs Skigebiete in mittleren Lagen

Die Skilifte Gantrisch Gurnigel haben drei Lifte und eine Pistenlänge von sechs Kilometern zwischen 1350 und 1600 Metern über Meer (www.skiliftegantrischgurnigel.ch). Zwei Lifte und 13 Pistenkilometer zwischen 1050 und 1550 Metern stehen in Rüschegg-Eywald zur Verfügung (www.skilifte-rueschegg.ch). Die beiden Lifte im Selital führen zu acht Kilometern Piste auf 1300 bis 1600 Metern (www.schneeselital.ch). Im Gurnigelbad steht ein Lift, die Piste ist zwei Kilometer lang und liegt auf 1200 Metern (www.skilift-gurnigelbad.ch). Der Lift Ottenleuebad führt zu fünf Kilometern Piste auf 1500 Metern (www.skilift.ottenleue.ch). Die Piste in Riffenmatt auf 1100 Metern ist 300 Meter lang (www.loewen-riffenmatt.ch).

fca

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