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Röthlins Motivation: Die Zuschauer

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Röthlins Motivation: Die Zuschauer
Der beste Schweizer auf dem 6. Rang
Einen Kilometer vor dem Ziel musste Viktor Röthlin in der Spitzengruppe die sieben Afrikaner ziehen lassen. Der Vize-Europameister im Marathon wurde Sechster in 54:10 Minuten.

Es war nach 1998 (4. Rang) Viktor Röthlins zweiter Murtenlauf. Dass er nach dem EM-Marathon von Mitte August nicht ganz top sein würde, war zu erwarten. Die Erholung nach einem Marathon dauert mindestens vier Monate. Dennoch war seine Leistung gut: «Ich habe zweimal vor der Eishalle angegriffen. Ich war motiviert, weil ich weiss, dass die Afrikaner den Regen nicht lieben. Sie haben aber taktisch zusammen gegen mich agiert. Am Schluss war ich nicht spurtstark genug.» Viktor Röthlin hatte vergangene Woche in Magglingen einen Fitness-Test absolviert, und zwar den gleichen wie eine Woche bevor er Vize-Europameister im Marathon geworden war. Im Test werden u. a. die Laktatwerte im Blut gemessen. «Diese Werte waren deutlich höher als noch vor der EM in Göteborg. Ich befinde mich in etwa bei 80 Prozent der Werte von Göteborg.»
Nicht New York, sondern Stadtläufe
Röthlin entschied gestern Abend, nicht am New-York-Marathon anfangs November, sondern an den Winter-Stadtläufen zu starten: «Dort trainiere ich Schnelligkeit, um dann im Frühjahr an einem Marathon in Europa meinen Schweizer Rekord anzugreifen.» Da würde sich der Rotterdam-Marathon anbieten, welcher insgesamt leicht abfällt und daher ultraschnell ist. Aber Röthlin mochte sich nicht festlegen. «Auf New York verzichte ich, weil ich spüre, dass ich körperlich noch nicht ganz erholt bin», ergänzt der Obwaldner.
Vor dem Murtenlauf-Start hatte Röthlin wegen des Regens wenig Zuschauer erwartet: «Aber die La Sonnaz war wie Alpe d’Huez. Vor der EM riefen die Leute einem hopp, hopp zu. Jetzt tönt es hopp Röthlin oder Viktor. Das ist eine grosse Motivation. Vielleicht habe ich deshalb bis einen Kilometer vor dem Ziel mit der Spitzengruppe mithalten können.» Röthlin sagte, dass er am Murtenlauf starte, bis er gewinne. bi
Ohne Brille auf den 2. Rang
Als beste Schweizerin ist Angéline Joly am Sonntagmorgen als Zweite in Freiburg eingetroffen. Das war auch für sie eine Überraschung – vier Monate nachdem sie Mutter geworden ist.

Sie sei vor vier Monaten Mutter geworden und habe nur drei bis vier Monate Zeit gehabt, sich für den Murtenlauf vorzubereiten, sagte die 32-jährige Neuenburgerin Angéline Joly. Sie habe sich gut gefühlt und sich ihre Zeit vom Vorjahr zum Ziel gesetzt: 1:04:53. Damit war sie Dritte geworden. Nun lief die frischgebackene Mutter in 1:02:34 eine klare neue Bestzeit. «Ich konnte während der Schwangerschaft fit bleiben und musste danach nur einige geschwächte Muskeln neu aufbauen», begründete sie die Leistung.
In der Rennmitte habe sie es satt gehabt, die nasse Brille immer in der Hand mitzutragen und habe diese einem Journalisten gereicht, sagte Joly. Der Regen habe sie übrigens erst auf den letzten Kilometern gestört, als sie langsam müde geworden sei. Aber der letzte Aufstieg bis zum Ziel beim Pythonplatz sei brutal hart gewesen.
Dritte wurde die Kenianerin Milka Jerotich (20). Sie sei Halbmarathon-Spezialistin und so sei die Distanz kein Problem gewesen. Mit dem dritten Rang sei sie bei der ersten Teilnahme sehr zufrieden. «Für mich war es hier aber heute zu nass und zu hügelig», sagte Jerotich.
Mirja Jenni Vierte
Mirja Jenni-Moser ist die Tochter von Albrecht und Marijke Moser, welche die ersten zwei Austragungen des Murtenlaufes mit Frauen, 1977 und 1978 gewonnen hatte. Mirja Jenni startete erstmals und wurde Vierte, nachdem sie in Courlevon noch vor Joly gelegen hatte. Mirja Moser: «Das war seit langem meine längste Distanz. Dieses Jahr bin ich maximal 10 km gelaufen. Ab dem 12. Kilometer wurde es hart.» chs/bi

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