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Rückfall in alte Zeiten

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Die Inkonstanz verfolgt Killian Mottet schon seine gesamte Karriere lang. Bis vor einigen Wochen dachte man, der 28-jährige Stürmer habe nun endlich den entscheidenden Schritt nach vorne gemacht und zeige nun das, was bei seinem Talent der Normalfall sein sollte: regelmässig gute Leistungen. Nach einer starken zweiten Hälfte in der vergangenen Saison knüpfte er zu Beginn der aktuellen Saison an die Topleistungen an und spielte teils überragend. In den ersten 18 Spielen erzielte er 10 Tore, schnappte sich zwischenzeitlich sogar von Julien Sprunger das Topskorer-Shirt. Und selbst wenn Mottet nicht skorte, war er mit seiner Schnelligkeit, seinen Tricks und seinem Biss omnipräsent.

Selbst von sich enttäuscht

Mottet war so gut, dass Gottérons Sportchef Christian Dubé – in den Jahren zuvor nicht immer ein Fan des unberechenbaren Stürmers – ihm den 2020 auslaufenden Vertrag frühzeitig bis 2023 verlängerte. Aus Angst, es könnte sonst ein Wettbieten um den Freiburger entstehen.

Das ist nur gut zwei Monate her – und scheint doch weit weg. Denn seit der Vertragsverlängerung läuft bei Mottet nicht mehr viel. Gerade einmal ein Tor hat er in den letzten 20 Spielen erzielt, zuletzt blieb er fünfmal in Folge gänzlich ohne Punkt. «Ich bin mir bewusst, dass mehr von mir kommen muss. Natürlich bin ich selbst nicht zufrieden mit mir, wenn ich in 20  Spielen bloss ein Tor schiesse.» Überhaupt sei er von sich enttäuscht, nun doch wieder in ein grösseres Loch gefallen zu sein. «Auch ich dachte ja, dass es nun endlich besser klappen würde mit der Konstanz.»

Ein sensibler Spieler

Wer die Verbissenheit von Killian Mottet kennt, weiss, dass der grundsätzlich naheliegende Gedanke, Mottet habe nach seiner Vertragsverlängerung ganz einfach einen Gang zurückgeschaltet, auf ihn nicht zutrifft. «Es gab auch noch Umstände im privaten Bereich, die mich sehr, sehr, sehr berührt haben», sagt Mottet plötzlich. Innerhalb von drei Monaten sind seine beiden Grossväter gestorben, zu denen er ein sehr inniges Verhältnis gehabt habe. «Das hat mich sehr beschäftigt und ist auch heute noch nicht leicht. Aber es soll keineswegs als Entschuldigung gelten.»

Mottet ist auch auf dem Eis eher der sensible Spielertyp. Seine Inkonstanz hat unter anderem damit zu tun, dass für ihn das Level seines Selbstvertrauens mehr Einfluss auf die Leistung hat als bei den meisten anderen Spielern. Zuletzt blieb er nicht bloss in Sachen Skorerpunkte blass, sondern tauchte meist gänzlich ab. Er traue sich momentan eben auch weniger zu, bestätigt Mottet. «Das ist normal, wenn das Selbstvertrauen angekratzt ist. Zu Beginn der Saison habe ich mir sicher weniger Fragen gestellt.»

Damals war es das Duo Mottet/Sprunger, das mit Toren am Laufmeter dafür sorgte, dass es in Freiburg gut lief. Seit Mottets Tore fehlen, geht es mit Gottéron stetig bergab. Verspürt er durch diese Verantwortung und nicht zuletzt auch durch die Vertragsverlängerung, bei der er als Eckpfeiler des Clubs bezeichnet wurde, nun zusätzlichen Druck? «Im Unterbewusstsein hat man natürlich solche Gedanken.»

«Irgendein hässliches Tor»

Aber ihm bleibe nichts anderes übrig, als mit allen Mitteln zu versuchen, wieder an seine Leistungen von Anfang Saison anzuknüpfen. Seine Devise: «Arbeiten, arbeiten, arbeiten – und schiessen. Aber keine Alibischüsse, sondern solche, mit denen man wirklich ein Tor erzielen will.» Bereits im Training versuche er in jeder möglichen Szene durchzuziehen und die Pucks zu versenken. «Und im Match muss ich vors Tor gehen, Schmerzen auf mich nehmen, die Rebounds suchen und so irgendein hässliches Tor erzielen.» Vielleicht hilft es ihm ja, dass er heute wieder mit Jim Slater in derselben Sturmlinie spielt, an dessen Seite er zu Beginn der Saison seine besten Leistungen zeigte.

Spiel gegen Genf

Slater kehrt nach Ausfall von Schmutz ins Team zurück

Nach den beiden Niederlagen gegen Rapperswil und Bern hat sich Gottérons Lage am Strich dramatisiert. Im Heimspiel gegen das direkt über dem Strich klassierte Genf ist für die Freiburger heute ein Sieg eigentlich bereits Pflicht. Es sei nicht leicht gewesen, diese Niederlagen zu verdauen, sagt Stürmer Killian Mottet. «Aber nachdem wir am Montag alle den Kopf lüften konnten, begannen wir am Dienstag damit, im Hinblick auf die Spiele vom Wochenende hart zu arbeiten.»

Wenn Mottet vom kapitalen Heimspiel heute gegen Genf spricht, ist seine Motivation sofort spürbar. «Wir müssen mit enorm viel Willen ans Werk gehen, müssen arbeiten wie die Verrückten, bereit sein, uns aufzuopfern.» So gewinne man Spiele. «Der Beweis: Jedes Mal, wenn wir 20 bis 25 Schüsse blockten, gewannen wir auch das Spiel.»

Weil nebst Andrei Bykow, Ralph Stalder und Philippe Furrer am Wochenende auch noch Flavio Schmutz mit einer Oberkörper-Verletzung ausfällt, hat Trainer Mark French seine Linien wieder umgestellt. Da mit Schmutz und Bykow zwei Center ausfallen, kehrt Jim Slater ins Team zurück. Die Sturmlinien sehen folgendermassen aus: Sprunger/Miller/Marchon, Mottet/Slater/Lhotak, Rossi/Walser/Bertrand, Sandro Forrer/Meunier/Vauclair. Im Tor wird auch heute wieder Reto Berra stehen.

fm

Heute spielen:

Gottéron – Servette 19.45 Bern – Langnau 19.45 Lugano – Davos 19.45 Lausanne – Biel 19.45 Ambri – Zug 19.45 Rapperswil – ZSC Lions 19.45

Der heutige Gegner

Fakten zu Servette

• Gottéron ist in dieser Saison Genfs Lieblingsgegner. Servette gewann bisher alle vier Saisonvergleiche gegen die Freiburger.

• Nachdem sie zu Beginn der Saison grosse Mühe hatten, kamen die Genfer zuletzt auswärts immer besser auf Touren und gewannen vier der letzten sechs Auswärtsspiele.

• Kein Team blockt weniger Schüsse als Genf (10,3 pro Spiel).

• Servette hat das drittbeste Powerplay (20,86 Prozent), aber das zweitschlechteste Boxplay (77,78) der Liga.

fm

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