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Rückkehr eines Heimweh-Murtners

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Rückkehr eines Heimweh-Murtners

Arteplage-Chef Hans Flückiger sprach an der Bundesfeier in Murten

Mit der Umsetzung der zahlreichen Expo-Bauten hatte Hans Flückiger im letzten Jahr Murten gewissermassen einen Spiegel vorgehalten. Dies tat er am Freitag nochmals, als Festredner an der 1.-August-Feier.

Von URS HAENNI

Das Expo-Büro im alten Saia-Gebäude existiert nicht mehr, und selbst die offizielle Expo-Telefonnummer ist seit kurzem tot. Hans Flückiger erreicht man wieder zuhause am Bielersee. Die Expo ist definitiv vorbei.

Und doch liess es sich der Murtner Arteplage-Chef nicht nehmen, für die 1.-August-Feier zurückzukehren. «Für mich ist dieser öffentliche Auftritt eine Gelegenheit, mich für die Gastfreundschaft, die Herzlichkeit und die schöne Zeit zu bedanken.»

Dass Flückiger mit so viel Wohlwollen nach Murten zurückkehren konnte, ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Expo war, wie er selber sagt, «ein Gewaltakt, der über alles hereingebrochen ist, was wir lieben und schätzen. Allem voran das Vergängliche.»

Doch genau das Vergängliche war für den Arteplage-Chef die Stärke der Expo.02: «Die Verpflichtung zum Vergänglichen war es, die der Expo.02 paradoxerweise grosse gestalterische Freiheiten bei vielen Bauten und Installationen auf den Arteplages brachte. Es entstanden einzigartige Konstruktionen von herausragender Qualität.»

Murtner Spuren
in der ganzen Schweiz

Flückiger listete alles nochmals auf, was da in Murten entstanden war: «Der Monolith mit seinen Panoramen, die sieben Cabanes der Kirchen, das Restaurant Nanini, der Mesoscaphe, die Feux archaïques auf dem See, die Strandlandschaft mit Kies- und Holzhaufen, die Tente Centenaire, «Le Restaurant» auf dem Kanonenmätteli, der Marché des Spécialités im alten Friedhof, die Heimatfabrik, die «Echafaudages contre les remparts» mit «Hors-sol», der Garten der Gewalt, die Blindekuh, die Werft, die Scène de Meyriez, das Bistrot Militaire, das Tummelfeld der Armee in Meyriez, die Expoagricole im Parc Beaulieu mitsamt dem Weinberg und last but not least die kunterbunten Schiffscontainer und die rostigen Schiffsketten.»

Aus dem Munde von Flückiger waren sie plötzlich wieder da – die Bilder der Expo, die Erinnerungen ans letzte Jahr. Dies war es auch, was Gemeinderat Christian Brechbühl gemeint hatte, als er in der Person von Flückiger ankündigte: «Ein zusätzlicher Tag Expo.»

Doch Flückiger zeigte auch auf, wo diese Expo-Bauten heute weiterleben: Eine Cabane auf dem Plateau de Diesse, am Greifensee das Restaurant Nanini und zwei Cabanes, die Kieshügel in Vernier als Betriebsbüro für eine Bauunternehmung, die Scène de Meyriez als Montagehalle in Le Mouret.

Dazu schwammen in Büren am Freitag drei «Feux archaïques» als 1.-August-Feuer, und im französischen Evian kann man mit den Murtner Solar-Katamaranen eine «Promenade au Lac» unternehmen.

«Nicht nur Antworten,
sondern auch Fragen»

Ob diese «Promenade au Lac» nicht auch eine Idee für Murten wäre, fragte Flückiger. Es war nicht herauszuhören, war Flückiger davon hält, dass der Monolith nicht mehr steht. Die dadurch ausgelösten Diskussionen seien aber wichtig und notwendig gewesen. Nicht nur die Antworten seien für die Expomacher von Bedeutung gewesen, sondern auch die relevanten Fragen. «Und dies gekoppelt mit Offenheit und Willen zum Hinterfragen.»

Dass aber der Staatsrat mit zweimaligem «Nicht-Eintreten» auf konkrete Anfragen zum Monolithen nicht eingehen mochte, sei ernüchternd und enttäuschend gewesen. Was Flückiger nicht sagte, aber vermutlich dachte: «Der Freiburger Staatsrat hat von der Idee der Expo gar nichts begriffen.»

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