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«Rückständige, intolerante Katholiken»

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Meinungsbeitrag zur geplanten SVP-Initiative gegen die Schaffung des Zentrums Islam und Gesellschaft an der Universität Freiburg diverse FN-Artikel.

 Zur Zeit der Gründung der modernen Schweiz um 1848 waren die rückständigen Katholiken, vor allem die romhörigen Jesuiten an allem schuld, was nicht funktionierte. Antikatholische Scharfmacher bekämpften die Katholiken mit religiösen Ausnahmeartikeln in der Bundesverfassung. Noch in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts hat man sich gegen dieses Vorurteil in Heiratsanzeigen häufig mit der Bemerkung gewehrt: «kath. aber tolerant». Lange noch galten die Deutschfreiburger in Bern als solch typische Katholiken. Jede Gesellschaft neigt dazu, Sündenböcke zu finden. Häufig waren es in Europa die Juden, denen man diese schlimme Rolle übertrug. Heute will man sie den Muslimen anhängen.

Die geplante Initiative der Freiburger SVP gegen das «Zentrum für Islam und Gesellschaft» spielt jenen Extremisten in die Hände, die die Muslime in Europa gern in einer Opferrolle sehen und damit aggressive Tendenzen rechtfertigen. Aus meinen Jahrzehnte langen Erfahrungen in Israel weiss ich, dass die ultraorthodoxen aggressiven Siedler keine bessere «Hilfe» haben als die ebenso aggressive Hamas im Gazastreifen. Gemeinsam machen sie alle Friedensbemühungen kaputt. Die SVP inszeniert mit dem geplanten Sonderartikel eine völlig unnötige Konfrontation, die dem gesellschaftlich-religiösen Klima im Kanton und dem Ansehen Freiburgs in der Schweiz nur schaden kann. Die Annahme der Initiative würde jenen Kreisen in der Schweiz recht geben, die immer noch gern bereit sind, Katholiken für hinterwäldlerisch und intolerant zu halten. Der heutige Kanton Freiburg verdient nicht, dieses Etikett noch einmal aufgeklebt zu bekommen.

 

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