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Rücktritt aus dem Senat aus Protest

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Der Sensler CVP-Grossrat Thomas Rauber erklärt den Rücktritt per sofort als Vertreter des Kantonsparlamentes im Senat der Universität. Wie er in einem Brief ausführt, hätte er sich zwar ohnehin nächstes Jahr aus dem strategischen Organ der Hochschule zurückziehen wollen. Dies, weil er sich auf seine Arbeit als Mitglied der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates sowie auf seinen Beruf konzentrieren wollte.

Doch wegen der Ereignisse rund um den Aufbau eines Zentrums für Islam an der Universität Freiburg und namentlich nach der Debatte im Grossen Rat zur Frage während der Septembersession habe er sich entschieden, früher als angenommen auszutreten. «Eine weitere Zusammenarbeit unter diesen Umständen kam für mich nicht mehr infrage.»

Von einer Kurzschlusshandlung und einem Weggang im Zorn will Rauber ausdrücklich nicht sprechen. «Aber ich will ein Zeichen setzen.» Die Art und Weise, wie der Senat das Projekt kommuniziert habe, sei unangemessen. Rauber hatte im Rat kritisiert, dass der Senat, dessen Mitglied er ist, zu spät informiert worden sei (die FN berichteten). Das habe ihn «masslos enttäuscht», so Rauber, zumal er vom Entscheid, dass der Senat das Vorhaben des Bundes und der Uni unterstütze, erst aus der Presse erfahren habe. An einer Sitzung sei das Thema erst später angeschnitten worden.

Der Rektor Guido Vergauwen und einige von Raubers Grossratskollegen hatten diese Aussage gegenüber den FN dementiert. Vergauwen hatte auch erwähnt, dass die Uni solche Projekte nicht zwingend dem Senat vorlegen müsse, was Rauber erst recht in seinem Brief ankreidet.

«Uni zu wenig sensibel»

«Die Universität hat den Bezug zur Bevölkerung verlo- ren», es mangle ihr an der für solche Fragen nötigen Sensibilität, bestätigte Rauber gestern nochmals seine Aussagen aus der Septembersession. Er hatte damals gegen das Projekt und für einen Vorstoss gestimmt, welcher den Staatsrat zu ei- ner Intervention bei der Universität hätte zwingen sollen. Die Vorlage erreichte in der Abstimmung zwar eine Mehrheit; nicht aber die qualifizierte Mehrheit, mit welcher der Staatsrat auch gegen seinen Willen hätte dazu gezwungen werden können.

Verkleinerung erwartet

Der Senat wird im Laufe des nächsten Jahres verkleinert–und mit ihm auch die Vertretung des Grossen Rates von vier auf neu drei Sitze. Dies im Rahmen des neuen Universitätsgesetzes. Er habe angenommen, so Rauber, dass sein Sitz vakant bleiben kön- ne. Dennoch wird sein Nachfolger schon nächsten Mittwoch bestimmt. Dabei wird eine Listenwahl vollzogen. Der Fraktionschef von Raubers Partei, Albert Lambelet, führte auf Anfrage aus, dass er verschiedene Parteikollegen angefragt habe und auf deren Antwort warte.

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