Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Russische Ohrfeige trübt die Bilanz

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

0:2 nach 138 Sekunden, 0:3 nach 6 Minuten und 0:6 noch vor der zweiten Pause – nie war die Schweiz in einem Viertelfinal derart chancenlos geblieben. Dennoch legten sich in Kanada die Wogen rund ums Nationalteam. Coach Ralph Krueger, der vor der WM auch von Verbandsseite unter Druck gesetzt wurde, sitzt vor der Heim-WM wieder fest im Sattel.

Das «Putschkommando» mit Kruegers Kritikern hatte Québec City spätestens nach dem Sieg gegen Schweden und dem Gruppensieg in der Vorrunde unverrichteter Dinge verlassen können.

Viele Schweizer Tore

Obwohl die Halbfinals klar verpasst wurden und wieder nur Rang 7 herausschaute, erreichte das Schweizer Team in Kanada sehr viel. Es stiess auf Platz 7 in der Weltrangliste vor, gewann erstmals seit über 50 Jahren an einer A-WM vier Spiele und entschied eine Vorrunden-Gruppe für sich. Die Schweizer schlugen wieder einen «Grossen» und qualifizierten sich souverän für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver. Ausserdem erzielten die Schweizer 20 Tore – so viele wie seit den Olympischen Spielen 1992 in Albertville nie mehr.

Rekordverdächtige fünf Eigentore

Die SEHV-Auswahl schoss aber auch rekordverdächtige fünf Eigentore (!), zwei davon in den ersten Minuten des Viertelfinals. Zumindest das unglaubliche Slapshot-Eigentor von Philippe Furrer zum 0:3 wird unvergessen bleiben. «Ich bin jetzt 48 Jahre alt und habe so etwas noch nie gesehen», meinte Krueger. Was schoss ihm unmittelbar nach der Szene durch den Kopf? Krueger: «Dass 20 Millionen Leute dieses Tor auf ?Youtube? sehen werden. Und dass Philippe (Furrer) durch diese Szene weltberühmt wird.» Krueger dürfte Recht behalten. Noch vor der zweiten Pause wurde Furrers Slapshot ins eigene Tor (Krueger: «Mann oh Mann, hat er die Ecke gut getroffen!») mehr als einmal hochgeladen und verewigt.

Trotz der Eigentore zählen die Youngster-Verteidiger Raphael Diaz und Philippe Furrer (beide 22) zu den Entdeckungen der WM. Ein Kurswechsel wurde vollzogen. Neue Führungsspieler wurden entdeckt (Ambühl, Forster), und auch Rollenspieler wie Sannitz oder Déruns übertrafen alle Erwartungen.

Offensivkurs beibehalten

Wegen der schmaleren Eisfelder hatte Krueger vermehrt Spieler aufgeboten, die mutig und frech den Erfolg suchen.

Die Schweizer agierten während der letzten zwei Wochen in der Offensive deutlich kreativer als früher, ohne dass die Defensive darunter litt. Diesen Kurs will Ralph Krueger auch nächste Saison auf den wieder breiteren Feldern beibehalten.

«Nochmals hochschrauben werden wir den Fitnesslevel», kündigte Krueger an. «Schon in drei Wochen bieten wir die Spieler zum Fitnesstest auf. Wer den Test nicht mitmacht, verbleibt auch nicht im Kader.» Si

Mehr zum Thema