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«S-Bahn Ende 2010 ist unrealistisch»

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Autor: Pascal Jäggi

Christian Castella wollte die Gelegenheit der Pressekonferenz zur Bilanz 2008 nutzen, um deutlich klarzustellen, dass eine Fertigstellung oder Inbetriebnahme des Freiburger S-Bahn-Netzes im Jahr 2010 nicht möglich sein werde, wie dies beispielsweise die SP Freiburg mit einer Petition erst letzten Monat wieder gefordert hat. «Das ist eine Irreführung der Bürger», sagte Castella, «dafür haben wir weder die technischen noch die infrastrukturellen Möglichkeiten.» Realistisch sei vielmehr, dass im Dezember 2011 die ersten Strecken benutzt werden könnten. Über den vorhandenen politischen Willen, auch von Seiten des Staatsrats, freute sich Castella dennoch.

Als erstes realisierbares Ziel sieht die TPF die Verbindung Bulle-Romont-Freiburg. Die Strecke Freiburg-Bern ist aber laut Castella ebenfalls auf gutem Wege. Die Zusammenarbeit mit der SBB verlaufe normal, sagte Castella. Endgültig fertiggestellt werden soll das Netz auf den Fahrplanwechsel 2014. Spätestens nächste Woche erwartet die TPF eine Antwort des Staatsrats zur Machbarkeit des S-Bahn-Netzes.

Gewinn von einer Million

Positives konnte Claude Barraz, Direktor der TPF, von der Rechnung 2008 berichten. Dank der guten Ergebnisse beim Eigenkapital, den Abschreibungsreserven für das Rollmaterial und weiteren Bereichen (rund 2,25 Millionen Franken) kann die TPF 2008 schwarze Zahlen schreiben. Der endgültige Gewinn be-läuft sich auf 1,08 Millionen Franken.

Dies obwohl im Bereich des Service public ein Minus resultierte. Den Verkehrsbetrieben waren im vergangenen Jahr weniger Gelder zugeflossen: Die Rückerstattung auf den Kraftstoffverbrauch wurde abgeschafft, was rund 400 000 Franken Verlust ausmachte. Auch im Handelsverkehr wurde die Entschädigung reduziert. Da zusätzlich noch die Benzinkosten gestiegen waren, hätte dieses Defizit nur mit stark wachsenden Passagierzahlen ausgeglichen werden können, wie Claude Barraz erklärte. Zwar sind diese Zahlen höher als in den letzten Jahren, aber dies reichte nicht aus. Insgesamt beförderte die TPF 2008 rund 23,8 Millionen Personen, was einen Anstieg um 4,7 Prozent bedeutete. Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe beliefen sich im vergangenen Jahr auf 109 Millionen Franken, ein Anstieg von 8,8 Prozent. Dennoch resultierte insgesamt ein Verlust von 1,16 Millionen aus den Bereichen des öffentlichen Dienstes.

Wie Barraz abschliessend mitteilen konnte, steht die Pensionskasse der TPF im Vergleich zu anderen Kassen im Strudel der Finanzkrise mit einem Deckungsgrad von 100,4 Prozent gut da.

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