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Saanebezirk bringt sich in Position

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Raumplanung, Mobilität, Wirtschaft, Natur, Tourismus: Das sind Bereiche, die kleinräumiges Denken nicht mehr zulassen. Ausdruck davon ist auch das neue Raumplanungsgesetz des Bundes. Wenn am kommenden Mittwoch der Freiburger Staatsrat den neuen kantonalen Richtplan in die Vernehmlassung schickt, will der Saanebezirk gewappnet sein. Die Konferenz der Regionalen Infrastrukturen und einer koordinierten regionalen Entwicklung des Saanebezirks (CRID) hat darum ein Richtplankonzept erarbeiten lassen. Es ist die politische Absichtserklärung, in welche Richtung sich der Saanebezirk in den kommenden Jahren entwickeln soll.

Auf deren Grundlage kann der Bezirk nun einerseits besser auf die Vorschläge des Staatsrates reagieren, andererseits ist es ein Arbeitstool, um die Siedlungsentwicklung unter den Gemeinden besser zu koordinieren. «Das Richtplankonzept ist Ausdruck eines gemeinsamen politischen Willens und einer gemeinsamen Vision des Bezirks. Das macht es interessant», kommentiert der Präsident der Pilotgruppe, Oberamtmann Carl-Alex Ridoré, das Richtplankonzept. Dabei stehe dieses nicht im Widerspruch zum regionalen Richtplan (AP3) der Agglomeration Freiburg, der die zehn Agglomerationsgemeinden umfasst, sondern schlage eine Brücke zu den restlichen Gemeinden des Saanebezirks. «In der technischen Arbeitsgruppe waren auch Vertreter der Agglomeration. Das hat einen fruchtbaren Austausch zwischen den Agglogemeinden und den anderen Gemeinden des Saanebezirks ermöglicht.»

Sechs Urbanisierungspole

Das Raumplanungsbüro Urba­sol, welches das Richtplankonzept erarbeitet hat, schlägt sechs Siedlungskerne vor. Drei befinden sich auf der Bahnachse Bern–Lausanne: Es sind dies Neyruz, Cottens und Chénens. Ein Kern ist Grolley an der Bahnlinie Freiburg–Payerne. Im Gibloux bilden Rossens und Farvagny mit ihren Arbeitszonen und ihrer Nähe zur Autobahn A 12 einen Siedlungskern. Der sechste Kern liegt weder entlang einer Bahnlinie noch entlang der Autobahn: Es ist die Ebene Le Mouret. Dort handelt es sich um ein bereits bestehendes Bevölkerungseinzugsgebiet mit einer allerdings verzettelten Besiedlung.

Mit den sechs von Urbasol vorgeschlagenen Urbanisierungspolen sollen die Siedlungskerne im Bezirk gerecht verteilt werden: Im Norden Grolley, im oberen Saanebezirk die Le-Mouret-Ebene, im Westen Neyruz, Cottens, Chénens, im Süden Farvagny/Rossens. In den Siedlungsschwerpunkten soll verdichtet gebaut, sollen Wohngenossenschaften gefördert und Begegnungsorte von Qualität geschaffen werden. Und es soll eine Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden zum Beispiel im Bereich der Abfallbewirtschaftung stattfinden. Im Bereich der Mobilität sieht das Richtplankonzept vor, auf den bestehenden Bahn- und Strasseninfrastrukturen aufzubauen und diese aufzuwerten. Dabei geht es darum, den intermodalen Verkehr zu fördern. So sollen die Fahrradwege in Richtung der Bahnhöfe ausgebaut und der Langsamverkehr auf den öffentlichen Verkehr abgestimmt werden. Mit ÖV gezielt gestärkt werden muss dagegen der Siedlungskern Le Mouret, wo das Transportangebot am schwächsten ist.

Degressives P+R-System

Das Mobilitätskonzept sieht zudem ein degressives Park-and-Ride-System vor. Es geht darum, Park-and-Ride-Anlagen bei den Bahnhöfen der Siedlungspole zu schaffen. Die Idee dabei: Je weiter weg sie von der Agglomeration Freiburg liegen, umso tiefer sind die Parkgebühren. Damit soll die Agglomeration entlastet werden.

Neben den Arbeitszonen, die bereits im AP3 für die Agglomeration Freiburg definiert sind, sollen im Rest des Saanebezirks drei neue Arbeitszonen von regionaler und eine von kantonaler Bedeutung entstehen. Zu den regionalen gehören der Sektor Chénens im Westen, der Sektor Grolley im Norden und der Sektor Le Mouret im oberen Saanebezirk. Die Sektoren Farvagny und Rossens im Gibloux sollen Zonen von kantonaler Bedeutung werden.

Natur und Tourismus

In Bezug auf die Natur will das Richtplankonzept vor allem die natürlichen Gegebenheiten und die Biodiversität erhalten. Das Wegnetz für Spaziergänger soll zudem aufgewertet werden. Schliesslich sollen die Gemeinden im Saanebezirk dazu ermuntert werden, ihre Trümpfe auf der Plattform von «Freiburg Tourismus und Region» besser bekannt zu machen.

Reaktion

«Im Interesse der Agglomeration Freiburg»

Félicien Frossard, Generalsekretär der Agglomeration Freiburg, war in der technischen Arbeitsgruppe für das Richtplankonzept des Saanebezirks mit dabei. Er begrüsst das neue Instrument. Zwar habe die Agglo mit dem dritten Agglomerationsprogramm bereits ein starkes Planungsin­stru­ment. «Es ist aber klar, dass die Agglo nicht allein die Probleme der künftigen Entwicklung im Bezirk lösen kann.» Besonders klug findet Frossard das degressive Park-and-ride-System (siehe Haupttext) und die neuen Arbeitszonen. «In der Agglomeration hat es keinen Platz für Industriebetriebe oder grosse Logistikunternehmen.»

rsa

 

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