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Saisoneröffnung ja, aber …

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Die Zukunft der Seilbahnen Charmey steht weiterhin auf wackligen Beinen. Nachdem die Gemeinde am Montagabend Nein gesagt hatte zu 600 000 Franken für den Betrieb der Bahnen (die FN berichteten), tagte gestern der Verwaltungsrat. Er entschied: Die Seilbahnen werden zwar wie geplant am 1. Dezember den Winterbetrieb aufnehmen. Ob dieser aber über die ganze Saison aufrechterhalten wird, entscheidet sich erst Ende Jahr. Bis dahin will der Verwaltungsrat finanzielle Garantien sicherstellen.

Verwaltungsratspräsident Etienne Genoud erklärt, wie er das tun will: «Wir zählen mehr auf Private als den öffentlichen Sektor.» Der Kanton zahlt den Seilbahnen nämlich nur Beiträge an Investitionen, nicht an den Betrieb. «Ich habe nach der Absage an der Gemeindeversammlung viele Telefonate von besorgten Einzelpersonen erhalten», sagt Genoud. Private könnten Bürgschaften leisten für die Seilbahnen. Auch ein Crowdfunding plane er. Schon kleine Beiträge könnten den Seilbahnen bereits helfen.

Michel Losey, Präsident des Verbands Freiburger Seilbahnen, ist zufrieden mit dem Entscheid des Verwaltungsrates. «Das gibt uns Zeit, die Lage zu analysieren und eine Lösung zu finden.» Auch Genoud hofft auf den Faktor Zeit: «Mit dem Klimawandel ist klar, dass wir unser Geschäftsmodell anpassen müssen. Aber dafür brauchen wir Zeit, das geht nicht von heute auf morgen.»

Krisensitzung

Der Greyerzer Oberamtmann Patrice Borcard hat für den Montag eine Krisensitzung einberufen, wie der Verwaltungsrat der Seilbahnen Charmey gestern mitteilte. Mit dabei sind unter anderem auch der Freiburger Tourismusverband, der Verband Freiburger Seilbahnen, der Regionalverband des Greyerzbezirks sowie die Gemeinde Charmey.

Am 19.  Dezember findet dann die Aktionärsversammlung der Seilbahnen Charmey statt. Dort soll das Revisionsorgan einen Bericht über den aktuellen Stand der Liquidität der Seilbahnen vorlegen. Nach dieser Versammlung soll klar sein, ob die Seilbahnen während der gesamten Wintersaison offen bleiben, wie Verwaltungsratspräsident Genoud sagt.

Chronologie

Seit Jahren finanzielle Probleme

Wie viele Bergbahnen in der Schweiz wurde auch jene in Charmey in den schneereichen 1960er-Jahren gegründet. 1998 wurde die neue Gondelbahn «Rapido Sky» eingeweiht, 2011 ein neuer Sessellift. Dessen Bau verursachte wegen geologischer Schwierigkeiten Mehrkosten von 1,8 Millionen Franken. Kurz darauf, 2012, meldeten die Seilbahnen einen Liquiditätsengpass. Seither gab es bei den Gemeindeversammlungen in Charmey meist eine zentrale Frage: Spricht die Gemeinde wieder Geld für den Betrieb der Seilbahnen? Bisher sprach sie es. Doch am vergangenen Montag hat sie den Seilbahnen eine Absage erteilt.

nas

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